Frieda Lindwedel vom Sozialverband geehrt

Sozialverbandsvorsitzender Harry Tostmann (l.) überreichte Frieda Lindwedel die Urkunde für 65-jährige und Walter Klingenberg für 50-jährige Mitgliedschaft im Sozialverband Wedemark. Foto: A. Wiese

Seit 65 Jahren ist die 98-jährige Elzerin Mitglied im früheren Reichsbund

Wedemark (awi). Die Ehrung langjähriger Mitglieder und ehrenamtlich Tätiger stand im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Sozialverbandes Wedemark mit 485 Mitgliedern, zu dem sich mittlerweile die verschiedenen Ortsvereine zusammengeschlossen haben. Vorsitzender Harry Tostmann hatte bei der Versammlung in der Mehrzweckhalle eine ganze Anzahl von Urkunden zu vergeben. Zunächst jedoch wurden die Funktionsträger für ihr Engagement ausgezeichnet: Seit zehn Jahren ist Host Henn Revisor und Anni Henn Schriftführerin und Beisitzerin. Für fünf Jahre ehrenamtliche Tätigkeit ehrte Tostmann Alfred Hennig, Helmut Chlebusch und Monika Hoff-
meister. Langjährige Mitglieder sind seit 25 Jahren Gerhard Kraege, Richard Kraege und Ruth Schulze, seit 40 Jahren Hans-Jürgen Eichholz, Wilma Münzberg und Wally Ruschin, seit 50 Jahren Walter Klingenberg, seit 55 Jahren Wolfgang Kirschund, seit 65 Jahren Frieda Lindwedel. Die 98-jährige Frieda Lindwedel, die blind ist und im Altenheim Hoffnung Elze-Hohenheide lebt, konnte nicht zur Versammlung kommen. Aus diesem Grund besuchte sie Harry Tostmann am Mittwoch mit einer kleinen Abordnung, zu der auch der für 50 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnete Walter Klingenberg gehörte, um ihr die Ehrennadel persönlich zu überreichen. Frieda Lindwedel trat am 1. Mai 1948 in den damaligen Ortsverband Elze-Bennemühlen des Reichsbundes ein, war von 1950 bis 1954 Schriftführerin,, von 1954 bis 1965 zweite Vorsitzende, und von 1965 bs 1966 erneut Schriftführerin. Vom 1. Mai 1948 bis 28. Februar 2010 gehörte sie dem Ortsverband Elze-Bennemühlen an, ab dem 1. März 2010 bis 31. März 2012 dem Ortsverband Mellendorf und ab dem 1. April 2012 dem Ortsverband Wedemark. Die alte Dame freute sich sichtlich über Besuch und Ehrung und „dass der Reichsbund mich nicht vergessen hat“. Eingetreten sei sie damals als Flüchtling nach dem Krieg, weil ihr dort die nötige Hilfestellung bei Formalitäten zuteil geworden sei.