„Fritz wir danken dir!“

Fritz Schöning wurde von seinem Amt durch Susanne Brakelmann verabschiedet. Foto: V. Lubbe

Christa Bogenschütz neue Ortsbürgermeisterin in Bissendorf

Bissendorf (vl). 31 Jahre war Fritz Schöning ehrenamtlich tätig. Darunter auch als Ortsbürgermeister in Bissendorf. An vielen Stellen sei seine Arbeit zu erkennen, merkte Susanne Brakelmann von der CDU an. „In dieser Legislaturperiode ist mir wieder aufgefallen, im Ortsrat ist es viel lebhafter als im Gemeinderat“ ,so Schöning. Das Amt wurde nun an Christa Bogenschütz aus der SPD-Fraktion übergeben. Schöning habe jetzt noch mehr Zeit für die Familie, aber seine Kenntnisse und sein Rat seien weiterhin gefragt und gewünscht. Zusammengefasst und mit wenigen Worten sagte Christiane Killig: „Fritz wir danken dir!“.
Umso mehr Mühe gab sich Schöning bei seinem letzten Auftritt und berichtete zur öffentlichen Ortsratssitzung. Zu verkehrsberuhigenden Maßnahmen wurde im Gartenweg in Bissendorf ein Geschwindigkeitssmiley aufgestellt. Die registrierten Daten sollen Aufschluss darüber geben, wie hoch die von Bewohnern angedeuteten Geschwindigkeitsüberschreitungen wirklich sind.
Zu den Highlights der letzten Monate zählte unter anderem das Jubiläum der Schützen. Das Fest wurde aber leider zu einer „Parade der Regenschirme“. Für Schöning steht nun fest: „Das war genug Regen. Jetzt folgen 100 Jahre Sonne zum Schützenfest.“ Ebenso gab es den Vorschlag einen Wochenmarkt mit Gütern der Region vor dem Bürgerhaus in Bissendorf zu etablieren. Auf der nächsten Sitzung werde über den Vorschlag beraten. Weiterhin sei zu der Veranstaltung „Kinderrechte mal 16“ eine Statue in Arbeit, die auf dem Amtshof an eine Holzscheibe angebracht werden soll. Die Skulptur soll auf einem Sockel an die grundlegenden Rechte erinnern. Künstler Kai Meise legte mehrere Vorschläge vor und es konnte sich auf einen geeinigt werden. „Die Skulptur wird dann aus der Schule in die Welt der Erwachsenen getragen“, gab Susanne Brakelmann bekannt.
Wichtige Thematik zur Ortsratssitzung war die Steigerung der Attraktivität des Heimatkundemuseums. Karl-Heinz Konert hat es sich zur Aufgabe gemacht ein Nutzungskonzept aufzustellen. Dabei soll das Museum auf die ganze Wedemark ausgebreitet werden. „Nicht nur Bissendorf hat schöne Exponate“, gab Konert zu verstehen. Über die räumliche Aufteilung des Museums werde auch noch diskutiert. „Wir wollen integrative Arbeit in der Wedemark leisten“, so Konert. Weiteres Themenfeld von Konert war die Sanierung des Amtshauses. „Der Anblick war beeindruckend“ , formulierte es Christa Bogenschütz vorsichtig. Teile des Bodens seien nicht mehr zu betreten, da die Gefahr eines Einbrechens zu groß sei. Wie man mit dieser Art des Denkmalschutzes umgeht, wird überlegt. Wer Interesse hat, dem Ausschuss zur Sanierung beizutreten, kann sich bei Konstanze Beckedorf melden unter Telefon (0 51 30) 581-217.