Fruchtbare Gespräche beim World Café

Im Erdgeschoss des Bürgerhauses hatten die beteiligten Gruppen eine Art Marktplatz für Informationen errichtet, wo sich die Teilnehmer austauschen konnten. Foto: A. Wiese

Herauskristallisiert hat sich auch der Wunsch nach mehr Kontaktorten

Bissendorf (awi). Marktplatz und Ideenschmiede war letzte Woche beim World-Café das Bürgerhaus in Bissendorf. Mit 40 Teilnehmern waren die Hauptorganisatoren Mona Achterberg und Dr. Olaf Mußmann vom Bündnis für Familie eigentlich ganz zufrieden. Die Vielfalt der Themen korrespondierte mit der der Ideen, die so verschieden waren, wie die Personen, die sie vorschlugen. Doch kristallisierte sich bald heraus, dass in der Wedemark der Wunsch nach mehr generationenübergreifenden Kontakt-orten für Familien besteht. Die Verwaltung ist jetzt am Zug, sich Gedanken über die praktische Umsetzung eines Kontakt-Cafés oder ähnlichem zu machen. Dabei wurde sogar eine Speed-Dating-Börse für die ältere Generation nicht ausgeschlossen. Deutlich wurde auch der Bedarf nach einer Plattform für Veranstaltungen, eine Art „Kulturkalender“, den sich die Teilnehmer durchaus auch als eine Art Newsletter vorstellen können. Immer wieder ein Thema ist die Mobiliät. Der öffentliche Nahverkehr deckt hier ganz offensichtlich längst nicht alle Bedürfnisse ab. „Per Anhalter“ ist aber auch nicht zeitgemäß. Also gibt es eine Art Appell für Nachbarschaftshilfe und Mitfahrgelegenheiten. Das Gleiche gilt für eine Mitwohnzentrale. Viele Wedemärker wohnen in Häusern oder Wohnungen, die für sie alleine viel zu groß sind und würden gerne jemanden mit reinnehmen. Aber wo kann so etwas seriös vermittelt werden? Einig waren sich die Teilnehmer des World Café auch, dass die Angebote für Behinderte noch lange nicht perfekt sind. Barrierefreiheit bleibt ein Thema, aber auch fehlende Informationen für Hör- und Sehbehinderte auf Bahnhöfen wurden thematisiert. Kinder und Orte für ihre Freizeitgestaltung beherrschten die Diskussion ebenso wie eine gute Versorgung im Alter. „Gute Ergebnisse, die der Verwaltung einiges zum Nachdenken geben“, waren sich Achterberg und Mußmann einig.