Für außergewöhnliches Engagement ausgezeichnet

Nach der Ehrung: Landtagspräsident Hermann Dinkla (v. r.), Manfred Moll, Bernd Fritzenwalder, Karlheinz Markert, Manfred Grothe, Bernhard Winkler, Rainer Kollmann und Landrat Klaus Wiswe. Fotos: B. Stache
 
Landtagspräsident Hermann Dinkla (Mitte) gratuliert Bernd Fritzenwalder und dankt ihm für seinen ehrenamtlichen Einsatz als Sammler für die Kriegsgräberfürsorge.

Volksbund ehrt Soldatenkameradschaft Mellendorf

Wedemark (st). Sie haben sich im vergangenen Jahr aktiv an der Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge beteiligt und ein besonders hohes Sammelergebnis erzielt. Am Freitag nun wurden sechs Angehörige der Soldatenkameradschaft Mellendorf für ihr außergewöhnliches Engagement vom Volksbund ausgezeichnet. Die Wedemärker Manfred Grothe, Karlheinz Markert, Manfred Moll, Rainer Kollmann, Bernhard Winkler und Bernd Fritzenwalder waren der Einladung zur Festveranstaltung des Volksbundes im Saal des ehemaligen Landtagsrestaurants Leineschloss im Niedersächsischen Landtag gefolgt. Der Niedersächsische Landtagspräsident Hermann Dinkla, Schirmherr des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Niedersachsen, sowie Prof. Rolf Wernstedt, Landtagspräsident a. D. und Landesvorsitzender des Volksbundes, hatten zur Ehrenveranstaltung eingeladen. Die Ehrung von verdienten Sammlerinnen und Sammlern des Landesverbandes Niedersachsen, die aus den Bereichen Bundeswehr, Reservisten, Feuerwehr, Vereine und Schulen kommen, fand in einem würdigen Rahmen statt. In seiner Begrüßung dankte Landtagspräsident Hermann Dinkla allen für ihr ehrenamtliches Engagement, das am Freitag bereits zum fünften Mal im Landesparlament geehrt wurde: „Die Ehrung der erfolgreichsten Sammlerinnen und Sammler des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Niedersächsischen Landtag ist mittlerweile schon eine gute Tradition geworden, mit der das Landesparlament das beispielgebende Engagement im Dienste für Frieden und Völkerverständigung würdigen möchte. Die gesammelten Beiträge ermöglichen es, Kriegsgräberstätten weltweit zu pflegen und internationale Jugendbegegnungen zu unterstützen.“ Die eingesammelten Spenden dienen dem Bau und Erhalt von Kriegsgräberstätten und bewahren damit das Gedenken an die Opfer der Weltkriege und mahnen zum Frieden, heißt es seitens des Volksbundes. Dieser war im Jahr 1954 von der Bundesregierung mit der Aufgabe beauftragt worden, die deutschen Soldatengräber im Ausland zu suchen, zu sichern und zu pflegen. Der Bund trägt 40 Prozent der Ausgaben des Volksbundes, der Rest wird über Spenden finanziert. Die Soldatenkameradschaft Mellendorf beteiligt sich seit Jahrzehnten mit großem Erfolg an der jährlich im November stattfindenden Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge. In Vertretung von Prof. Rolf Wernstedt überreichte der Celler Landrat Klaus Wiswe als stellvertretender Landesvorsitzender des Volksbundes in Anwesenheit einiger Landtagsabgeordneter die Dankurkunden an die etwa 90 ehrenamtlichen Sammler. Aus den Händen des Landtagspräsidenten gab es zudem eine weitere Urkunde vom Landtag. „Die Soldatenkameradschaft Mellendorf und Umgebung hat sich sehr darüber gefreut, dass sie nach dem höchsten Sammelergebnis, das seit Jahrzehnten in Mellendorf und Hellendorf im letzten Jahr erreicht wurde, bei der Festveranstaltung dabei sein durfte“, erklärte Bernd Fritzenwalder. Der Ehrenvorsitzende der Soldatenkameradschaft und seine Begleiter waren tief beeindruckt von der großen Anzahl junger Sammler, die ebenfalls ausgezeichnet wurden. „Der Sinn und Zweck der jährlichen Sammlungen schien ihnen so wichtig, dass ihnen ihre Freizeit dafür nicht zu schade war“, so Bernd Fritzenwalder. Seiner Meinung nach seien neben der Politik auch die Vertreter aller Bildungseinrichtungen gefordert, den Sinn und Zweck vom Volkstrauertag und den Sammlungen für die Kriegsgräberfürsorge auf eine breitere Basis zu stellen: „Festreden alleine helfen da nicht.“ Für den musikalischen Rahmen während der Feierstunde sorgten die drei Musiker von Allround-Jazz. Nach einem Gruppenfoto auf der Freitreppe vor dem Landtag und einer kleinen Stärkung stand eine Führung durch den Niedersächsischen Landtag auf dem Programm.