Für Leseratten und Wortakrobaten

Rosemarie Hoffmann (Dritte von rechts) liest in der Brelinger Mitte aus dem Buch „Wundertütenkind“ vor. Foto: B. Stache

In der Brelinger Mitte findet Literatur aller Genres vierteljährlich Gehör

Brelingen (st). Es ist ein loses Zusammentreffen von Lesebegeisterten und Literaturinteressierten, beschreibt Renate Wiegand das neue Format des Vorlesetags in der Brelinger Mitte. Sie ist eine der Organisatorinnen, zu denen auch noch Rosemarie Hoffmann, Dagmar Grüne und Ursula Wißmann gehören. Dieses „Literaturtreffen“ steht unter dem Motto „Für Leseratten und Wortakrobaten“. Die Idee für diese Treffen stammt aus dem Pfingstprogramm „Kultur im Dorf“. „Dabei wurde im Garten von Sabine Glandorf vorgelesen“, erinnert sich Renate Wiegand. „Heute ist der Neustart“, ergänzt sie mit Hinweis auf eine Winter-Vorlesereihe, die es einmal in Brelingen gab. Der Vorlesetag soll nun im vierteljährlichen Rhythmus stattfinden. Die jeweiligen Termine werden im Info-Flyer der Brelinger Mitte veröffentlicht. Am Sonntag, 11. November, wird es das Vorlesen außertourlich als Begleitprogramm zum Sonntagscafé ab 14.30 Uhr geben. Das nächste reguläre Treffen „Für Leseratten und Wortakrobaten“ findet am Freitag, 7. Dezember, um 16 Uhr statt – wie immer bei freiem Eintritt und offenem Ende. „Vorlesen kann, wer möchte“, betont Renate Wiegand. „Auch wer nur zuhören möchte, ist herzlich willkommen.“ Bei den Treffen kann Literatur nach eigener Auswahl mitgebracht werden. Die Teilnehmer können auch eigene Texte vorlesen oder Kritiken an Literatur. Beim ersten Zusammentreffen am Freitagnachmittag las Rosemarie Hoffmann als Erste aus dem autobiographischen Buch „Wundertütenkind“ von Claudia Grimm vor. Sie präsentierte den anderen Teilnehmern einige Zeilen aus dem Kapitel „Skandal um den Bürgermeister“. Anschließend berichtete Claudia Becker über das Buch der amerikanischen Schriftstellerin Velma Wallis „Zwei alte Frauen“. Es handelt von zwei Frauen, die von ihrem Nomadenstamm im hohen Norden Alaskas zurückgelassen wurden und in der Wildnis allein überwintern. „Das Ganze wird in einer sehr sparsamen Sprache mit eindrucksvollen Naturbildern erzählt“, beschreibt Claudia Becker den Stil des Buchs. Aus dem Roman „Die Geschichte des Wassers“ von Maja Lunde zitierte als dritte Vorleserin in der Brelinger Mitte Renate Wiegand.