Für Oegen- / Bestenbostel und Ibsingen endet bald die Telefonsteinzeit

„Unser Einsatz hat sich gelohnt“, freuten sich (v. l.) Georg Jäger vom Telecom service center, Bernhard Orlowski, stellvertretender Ortsbürgermeister in Berkhof, Bennemühlen. Oegenbostel, Thomas Heitmann, Geschäftsführer htp, und die erste Gemeinderätin Konstanze Beckedorf. Foto: H.-H. Schröder
Oegenbostel (hhs). Ursprünglich fanden die Ortsmarken Oegenbostel, Bestenbostel und Ibsingen gar nicht statt in den Planungen der Gemeinde Wedemark und des DSL-Anbieters htp. Das änderte sich schlagartig auf einer Informationsveranstaltung in Berkhof, als 74 Prozent der Einwohner eindringlich ihre Begehrlichkeiten nach schnellem DSL mit Unterschriften formulierten. htp hat seine Planungen auf die Ortschaften ausgeweitet, und nun haben die Tiefbauarbeiten schon begonnen, auch einige der notwendigen Technik-Shelter stehen schon. Das Interesse der Einwohner sei ausschlaggebend dafür gewesen, erläuterte Thomas Heitmann, Geschäftsführer der htp am Montag den Gang der Dinge. „Für uns gestaltete sich mit diesem großen Interesse der Ausbau als wirtschaftlich und wir haben sofort mit den Planungen für diesen Bereich begonnen“.
Nun beginnt das Unternehmen mit den Tiefbauarbeiten und der Verlegung der Leerrohre für die Glasfaserkabel. Im dritten Quartal will htp in diesem Bereich DSL-Bandbreiten etwa vier bis 50 Megabits/s anbieten. In den kommenden tagen werde das Unternehmen mit sogenannten Horizontalbohrungen die Leerohre weiter vorantreiben bis nach Ibsingen. Etwa zweieinhalb Kilometer ist diese Strecke lang. Später werden die Glasfaserkabel in diese Leerohre „hineingeschossen“, wie es in der Fachsprache heißt. Im September schon soll schnelles DSL in den drei Ortschaften bereitstehen.
htp, der regionale Anbieter von DSL und Telefonie, baut in der Gemeinde gegenwärtig bereits in Bissendorf/Wietze, Elze, Berkhof, Sprockhof, Plumhof und Bennemühlen DSL-Technik auf. In allen diesen Bereichen seien die Arbeiten schon sehr weit fortgeschritten, so Heitmann gegenüber der Presse. Da für die Schaffung der DSL-Infrastruktur in der Gemeinde Wedemark keine öffentlichen Fördergelder zur Verfügung stehen, habe htp sich entschlossen, die gesamten Investitionskosten selbst zu tragen. Das seien für den jetzt angegangenen Bereich der drei Ortschaften Oegenbostel, Bestenbostel und Ibsingen etwa 175.000 Euro. In diesem Jahr würden die notwendigen Arbeiten in Mellendorf und Bissendorf, sowie in Elze, Meitze, Berkhof und Plumhof beendet, im kommenden Jahr folgen Brelingen, Abbensen und Negenborn als letzter Ausbauschritt.
Ausdrücklich lobte der Geschäftsführer den starken Einsatz der Bürgerinnen und Bürger hier. Es sei eigentlich bei htp so, dass in der Regel vor Beginn des Ausbaus unter den Einwohnern das Interesse an DSL-Anschlüssen abgefragt werde. Die Einwohner hier hätten aber schon zuvor selbst die Initiative übernommen, Nachbarn mobilisiert und Unterschriften gesammelt. Georg Jäger vom Telecom service center in Mellendorf, das hier als örtlicher Vertriebspartner von htp fungiert, brachte es auf den Punkt: „Unser Einsatz hat sich gelohnt“, freute er sich beim ersten Spatenstich zu den Tiefbauarbeiten am Montag in Bestenbostel. Auch Konstanze Beckedorf, erste Gemeinderätin, lobte die gute Kooperation der Partner. „Hier im Norden der Gemeinde Wedemark haben sich viele Aktivisten für den Ausbau von DSL stark gemacht“, sagte sie und dankte den engagierten Bürgerinnen und Bürgern.
Interessierte können sich unter „www.htp.net“ über den Stand der DSL-Offensive Wedemark informieren. Dort sind die wichtigsten Informationen zusammengefasst und eine Tabelle weist immer den aktuellen Stand des Ausbaus aus.