Für zukunftssichere Finanzierung der Pflege

Kai Dase (rechts) sprach bei der Protestveranstaltung der Pflegeunternehmen vor dem Landtag in Hannover. Foto: Privat

Caspar & Dase protestiert mit anderen Pflegeunternehmen vor dem Landtag

Wedemark. Gemeinsam mit Pflegediensten aus ganz Niedersachsen protestiert das Team von Caspar & Dase am 14. September vor dem Landtag in Hannover. „Die Landesregierung und die Kassen haben uns im Rahmen der Konzertierten Aktion Pflege ein neues Vergütungsmodell für die ambulante Pflege zugesagt. Das Versprechen haben die Kassen in den direkten Verhandlungen aber gebrochen. Deshalb tragen wir unseren Protest jetzt auf die Straße“, sagt Jan Dase.In den vergangenen Wochen hatte sich der Pflegedienst bereits an einer großangelegten Postkartenaktion beteiligt. Rund 10.000 Protestpostkarten und Murmeln sowie mehr als 50 Posts in sozialen Netzwerken mit einer bisherigen Reichweite von insgesamt über 80.000 Personen als Zeichen der Kritik an einer nicht zukunftsfesten Finanzierung der ambulanten Pflege in Niedersachsen hatten dabei den Verband der Ersatzkassen erreicht. Dort wurde stellvertretend für alle Kranken- und Pflegekassen in Niedersachsen der Protest zahlreicher ambulanter Pflegedienste im Land sichtbar. Unter dem Titel „Pflegedienste sind kein Spielzeug“ hatte der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) die Aktion ins Leben gerufen.

Dabei geht es vor allem um die Refinanzierung höherer Löhne für die Pflegenden in Niedersachsen. „Wir bieten unseren Mitarbeitenden attraktive Gehälter für ihre gute Arbeit. Wir erwarten daher, dass die Kassen ihren Beitrag dazu leisten,“, sagt Kai Dase. Die Kassen weigerten sich in den Verhandlungen jedoch nach wie vor, steigende Personalkosten sowie Pflege- und Wegezeiten in voller Höhe zu erstatten.
„Das geht jetzt seit zwei Jahren so. Damit werden nicht nur wir Pflegedienste in unserer Existenz bedroht. Auch die Politik wird hier an der Nase herumgeführt, wenn die Kassen sich nicht an die gemeinsamen Absprachen halten“, so Kai Dase.
Der Pflegedienst Caspar & Dase kämpfe mit dem Protest in Hannover auch für seine Beschäftigten sowie für Pflegebedürftige und ihren Familien. „Wenn es keine zeitnahe Einigung gibt, mit der wir auf Dauer unsere Beschäftigten bezahlen und unser Unternehmen zukunftssicher führen können, dann ist die Versorgung von Pflegebedürftigen in Region Hannover enorm gefährdet“, warnt Kai Dase. Pflegebedürftige würden kaum noch einen ambulanten Dienst finden, der für die niedrigen Anfahrtspauschalen zu ihnen kommt.
Der Pflegedienst sieht jetzt die Landespolitik gefragt. „Landtag und Landesregierung haben nach der gutklingenden Einigung in der KAP.NI nun zwei Jahre lang tatenlos zugeschaut. Wir erwarten, dass die Beschlüsse auch in der Realität umgesetzt werden.“