Gäste loben: „Mutige Entscheidung“

Trotz der etwa 300 Gäste bei der offiziellen Eröffnungsfeier bestach das Forum des neuen Schulzentrums mit hervorragender Akustik.Foto: H. H. Schröder
 
Die Schulleiterinnen von Gymnasium und IGS Swantje Klapper und Heike Schlimme-Graab wollen nun Gemeinsamkeiten entdecken und gute Atmosphäre schaffen. Foto: H.H. Schröder

Neues Schulzentrum mit offizieller Feierstunde eröffnet

Mellendorf (hhs). Seit dem 18. August läuft der Schulbetrieb im neuen Schulzentrum in Mellendorf, am vergangenen Freitag wurde dem Neubau die gebührende Ehre im Rahmen einer Feierstunde zuteil: Die offizielle Eröffnung mit vielen Gästen im Forum. Und allein der Raum, in dem die Veranstaltung stattfand, war beeindruckend: Knapp 1.000 Quadratmeter, Licht durchflutet wie kein zweiter in der Gemeinde Wedemark. Jeder spürte es: Hier ist ein Prunkstück entstanden mit einer Wohlfühlatmosphäre. Der offizielle Teil bewies auch in den Feinheiten, dass hier mit Überlegung geplant wurde: Die Akustik stimmte, als zu Beginn der Eröffnungsfeier das Orchester des Gymnasiums Mellendorf und der Feuerwehrmusikzug Elze die Gäste musikalisch begrüßten, sie stimmte auch bei den Reden der Gäste und des Bürgermeisters, alles war bis in die letzte Reihe gut zu verstehen, trotz der Geräusche, die immer da sind, wenn ein paar hundert Menschen zusammenkommen. Die Begrüßungsrede von Bürgermeister Tjark Bartels nahm zwar einige Zeit in Anspruch, war aber in den Teilen knapp und amüsant auf den Punkt gebracht. Er ging noch einmal auf die politische Diskussion im Vorfeld des Neubaus ein. Nebenher lief ein zwei minütiger Film, zusammen geschnitten aus dem Material der Webcam, die den gesamten Bau dokumentiert, ein Zeitraffer, der in seinen zwei Minuten einen starken Eindruck vermittelte über den hohen Einsatz, den alle an diesem Projekt Beteiligten geleistet haben in den vergangenen 15 Monaten. 31 Millionen Euro habe das Schulzentrum gekostet. „Wir hätten das Geld nicht effektiver einsetzen können“, endete der Bürgermeister. Dann kam sein Dank an alle, die an dem Werk mitgearbeitet haben. Regionspräsident Hauke Jagau sagte in seinem Grußwort, hier sei ein wunderbares Schulgebäude entstanden, der Rat der Gemeinde habe eine mutige und richtige Entscheidung getroffen, in das einzige zu investieren, „was wir in Deutschland haben: den Geist unserer Kinder“. Bemerkenswert sei, dass die Gemeinde Wedemark angesichts des Schulneubaus noch einen ausgeglichenen Haushalt habe.
„Die Wedemark ist jetzt gut aufgestellt im Wettbewerb um junge Menschen“. Starken Applaus erhielt er dafür. Dann waren die beiden Schulleiterinnen von Gymnasium und IGS an der Reihe, Swantje Klapper und Heike Schlimme-Graab. Sie schilderten ihre ersten Eindrücke, die sie bei der Arbeit gewonnen haben: Es sei schön, hier zu arbeiten, und sie wären froh, schnell im neuen Schulzentrum angekommen zu sein. Nun gehe es darum, Gemeinsamkeiten zu entdecken und eine gute Atmosphäre zu schaffen. Der Schluss ihres Grußwortes machte nachdenklich: „Ein Garten kann seine Schönheit erst dann entfalten, wenn er die nötige Zeit dafür hat“, sagten sie an die Adresse der Politik.
Auch die Schülervertreter von Gymnasium und IGS waren von den nun zur Verfügung stehenden Möglichkeiten des Neubaus begeistert. Nun habe jede Klasse ausreichend Platz. Man wolle für Sauberkeit und Ordnung auf dem Campus W sorgen und freue sich auf die Zusammenarbeit von Gymnasium und IGS. Es folgten Vertreter der Baufirma Alpine, die Architekten Heuer, die alle die Zusammenarbeit mit der Gemeinde als außergewöhnlich gut und vorbildlich bezeichneten. Schließlich war die Politik an der Reihe. Den Beginn machte Jörg Friedrich Onnasch, Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat der Gemeinde Wedemark. Es sei ein tolles Gebäude entstanden, „um das uns andere beneiden“, sagte er. Aus der Nachschau betrachtet seien die Dissonanzen um den Neubau nicht ganz so groß. Die CDU habe auch einen Neubau gewollt, nur nicht ganz so groß. Sie habe von Anfang an mitgearbeitet, das Projekt sei von allen Parteien im Rat getragen worden. Sein Respekt gelte dem Bürgermeister und der Verwaltung, die das Projekt in so kurzer Zeit umgesetzt haben und dabei bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gegangen seien. An die Schülerinnen und Schüler gewandt endete Onnasch: „Behandelt diese Schule wie Euer Eigentum“.
Für die übrigen Ratsfraktionen von Grünen, FDP und SPD ergriff Helge Zychlinski das Wort. Er hatte sich kurz zuvor mit seinen Kollegen Ingemar Becker von den Grünen und Erik van der Vorm von der FDP abgesprochen. Er machte es kurz: Es sei ein tolles Schulgebäude entstanden und man wünsche viel Glück. Eigentlich war damit auch alles gesagt. Dann ging es in die Mensa, wo der neue Betreiber noch eine Menge an Gaumengenüssen für die Gäste bereitet hatte.