Gedenktafel auch für Bissendorf

Genau so eine Gedenktafel, wie sie Tim Seddig in Wennebostel gefunden hat, kann Heinz Kallmeyer aus Bissendorf für Bissendorf vorweisen. Allerdings hat das gute Stück, auf dem Kallmeyers 2010 verstorbener Vater Heinrich (Jg. 1925) unter den Kriegsteilnehmern geführt wird, seit Jahren einen Ehrenplatz im Haus an der Burgwedeler Straße 13. Foto: A. Wiese

Kallmeyer sorgt sich um Dokumente aus Gasthaus

Bissendorf (awi). „Na sowas“, dachten Heinz und Christel Kallmeyer, als sie auf das Titelblatt der letzten Samstagausgabe des ECHO blickten. So eine Gedenktafel, wie sie der Resser Tim Seddig da auf einem Dachboden in Wennebostel gefunden hatte, hängt fein säuberlich gerahmt bei ihnen im Flur. Von der Gestaltung her völlig gleich, allerdings mit Namen von Gefallenen und Vermissten sowie Teilnehmern des zweiten Weltkrieges aus Bissendorf. Wer diese Gedenktafeln wann inszeniert hat, weiß allerdings auch Heinz Kallmeyer nicht. Er lebt heute wieder im Haus seiner Familie in der Burgwedeler Straße 13, früher Nummer 8, in dem schon sein Vater Heinrich und dessen Geschwis-ter geboren wurden. Der älteste Bruder von Heinrich Kallmeyer, Alfred Kallmeyer, geboren 1921, fiel im zweiten Weltkrieg und ist mit Foto bei den Gefallenen auf der Gedenktafel aufgeführt. „Mein Vater hielt diese Tafel schon in Ehren und ich wollte sie gern wieder hier hängen haben“, erklärt Heinz Kallmeyer, der 1975 in sein Elternhaus zurückkehrte, nachdem er 1958 zunächst nach Kaltenweide gezogen war. Solche Namenslisten und alte Fotos hängen auch noch im Gasthaus Zur Eiche, das seit mehrern Jahren geschlossen ist, weiß Heinz Kallmeyer. Er macht sich ein wenig Sorgen um diese historischen Dokumente der Dorfgeschichte. „Eigentlich müsste sich da mal jemand drum kümmern, dass die nicht verschwinden, sondern vielleicht ins Bürgerhaus kommen oder so“, meint Heinz Kallmeyer.