Gegen Industriegebiet

Abschlussveranstaltung der 100 Demonstranten gegen das geplante Industriegebiet zwischen Gailhof und Meitze. Foto: E. Rodenbostel

Demonstration für Landschaftserhalt

Gailhof (er).  Am vergangenen Freitag machten sich etwa 100 interessierte Bürger auf den Weg, das geplante Industriegebiet zwischen Gailhof und Meitze zu Fuß abzuschreiten und die Grenzen mit Fackeln und beleuchtetem kleinen Traktor zu kennzeichnen. Ein beeindruckendes Bild entstand in der Dämmerung zwischen den Ortschaften. Bei der Abschlussveranstaltung in Gailhof wurde nach drei Stunden und kühlen Temperaturen herzlich gedankt und auf weitere Termine aufmerksam gemacht.
„Umdenken“ und „Kein Industriegebiet in Gailhof“, waren die Forderungen auf den Plakaten der Widerständler. „Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz auf die Aktion“, resümierten nach der Veranstaltung Maggie Garland, Sprecherin der Bürgerinitiative, und Christoph Chilla, Vorsitzender des Vereins Bürger für eine lebenswerte Wedemark (BLW): „Es sind mehr als doppelt so viele Leute gekommen, wie sich angemeldet haben - und wir haben im dichten Freitagabend-Verkehr die Aufmerksamkeit erregt, die wir erregen wollten.“ Ganz bewusst habe die Aktion an dem Termin stattgefunden, am dem auch die Frist für Einwendungen in der ersten Stufe der frühzeitigen Bürgerbeteiligung im Bauplanungsverfahren endete.
Die engagierten Demonstranten weisen noch einmal auf den entstehenden Lärm, den zunehmenden Verkehr und die geplanten, bis 130 Meter an die Wohnbebauung heranreichenden, Industriehallen hin. Das Ortsbild der Wedemark verändert sich durch die unmittelbare Ortsnähe deutlich, dagegen wehren sich vor allem die Anwohner. Eine großflächige Versiegelung der etwa 20 Hektar großen landwirtschaftlichen Nutzfläche sollte unter den Aspekten der Klimaerwärmung und des Naturschutzes betrachtet werden.