Geländelauf durchs winterliche Moor

Start in Brelingen.
 
Die Strecke führte durch das Moor.

Brelinger veranstaltete einen 50-Kilometer-Lauf

Brelingen. In den vergangenen Jahren ist Frank Jungclaus mit diversen Läufen immer mal wieder von Brelingen aus etwa 30 Kilometer rund um das Bissendorfer Moor gelaufen. Die Idee daraus einen Marathon zu machen, spukte schon länger in den Köpfen herum. Dieses Jahr war es erneut soweit, und die Idee mit dem Marathon kam wieder auf den „Tisch“. Damit es für den 100 MC auch sicher ein zählbarer Marathon wird, wurde beschlossen noch ein paar mehr Leute einzuladen und die Strecke, da eine Vermessung der Streckenlänge per Laufrad nicht zur Debatte stand, auf 45 Kilo,eter (statt auf 42.195 Kilometer) festgelegt. Es sollte ein Lauf mit minimalem Aufwand und Support werden. Navigation per GPS. Es wurde eine Ausschreibung bei Raceresult gebastelt, 3D-Medaillen entworfen und Urkunden designt. Am Verpflegungspunkt gab es schließlich eine Läufervollverpflegung mit Wasser, Apfelpunsch, Cola, Zitronentee, Bierbeißer der Brelinger Landschlachterei Backhaus, Gummibärchen, Erdnüssen, Nussmischung, Keksen, Schokoriegel, Schokolade, diverses Salzgebäck, Banane, Orange und mehr. Nach dem Motto „Naja, wenn wir schon mal da in der Ecke sind, können wir auch noch diesen und jenen schönen Abschnitt mitnehmen“ wurden aus den ursprünglich geplanten 45 Kilometer dann im Laufe der Zeit ziemlich exakt 50 Kilometer geworden. „Und ich hätte auch noch gerne den Geopfad am Brelinger Berg drangehängt", verriet Frank Jungclaus, der darauf dann aber doch verzichtete. Der Termin parallel zur Brocken Challenge, wo gefühlt die komplette norddeutsche Ultraläuferszene am Start stand, war sicherlich unglücklich, aber der ursprüngliche Dreierpack hatte nur an diesem Datum gemeinsam Zeit. Dennoch, die Plätze auf der Starterliste wurden trotz krankheitsbedingter Absagen voll! Die meisten Läufer kamen aus der Region Hannover, aber auch Aurich, Delmenhorst, Bielefeld, Hohenhameln und Braunschweig waren vertreten.
In der Ankündigung hieß es: „Es ist mit reichlich Matsch und auch mit unter Wasser stehenden Abschnitten am Moorrand zu rechnen. Gras, Schotter, Wurzelpfade, Reitwege, Waldwege, Matsch, Wiese, Holzstege, Rindenmulch, aber auch ein paar Abschnitte auf Asphalt. Alles dabei." Bis auf ganz wenige Abschnitte war jedoch alles recht trocken und gut laufbar. Die Wege direkt um das Moor sind durch den vergangenen, extrem trockenen Sommer immer noch begierig am Aufsaugen und anscheinend noch lange nicht gesättigt.
Das Wetter war den Läufern sehr wohlgesonnen. Ein letzter heftiger Schauer rauschte gegen 8.15 Uhr durch. Ab da Sonne und ein blauer Himmel / Wolken-Mix bei neun Grad, allerdings in Böen auch bis Windstärke sieben. Von dem Wind war jedoch im Wald meistens nicht viel zu spüren. Bis auf zwei bis drei weitere kurze, dafür jedoch kräftige Hagel- und Regen-April-Wetter Schauer, blieb es zum Glück trocken. Die schnellsten Läufer waren bereits nach 5:08 Stunden wieder im Ziel, die letzten Läufer kamen nach 7.Start in Brleingen46 Stunden an. Veranstalter Frank Jungclaus lag mit 6.11 Stundenirgendwo in der Mitte und war damit sehr zufrieden.
Hinterher gab es bei Weizenbier, Kürbissuppe und Baguette sowie Kuchen noch einen Ausklang in gemütlicher Runde.