Gemeinde erhält Mittel aus zwei Förderprogrammen

Als klar war, dass die Wedemark für das Programm vorgesehen ist, posierten Bürgermeister Helge Zychlinski (von links), Verwaltungsmitarbeiterin Antje van Leeuwen und Wirtschaftsförderin Antonia Hingler am stillgelegten Brunnen an der Stucke-Kreuzung für ein Symbolfoto. Dieser Platz, für den auch der Ortsrat Mellendorf-Gailhof Haushaltsmittel beantragt hat, könnte von den Fördermitteln profitieren. Foto: A. Wiese

Wirtschaftsförderung setzt sich für zukunftsfähige Innenstädte ein

Wedemark. Gleich zwei Förderprogramme hat die Wirtschaftsförderung der Gemeinde mobilisiert, um die Wedemärker Ortskerne zukunftsfähig und nachhaltig zu gestalten: „Perspektive Innenstadt“ und „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ unterstützen die Gemeinde bei Maßnahmen, die die Folgen der Pandemie abfangen und Innenstädte beleben sollen. Die Coronapandemie stellt Kommunen und Innenstädte vor Herausforderungen – in der Wedemark betrifft das etwa den inhabergeführten Einzelhandel, es droht eine Verödung der Ortszentren. Die Wirtschaftsförderung der Gemeinde unternimmt darum aktive Schritte, um den Pandemiefolgen zu begegnen und darüber hinaus die Ortskerne in der Zukunft zu beleben und attraktiv zu gestalten. Für dieses Ziel hat die Gemeinde Fördermittel aus zwei Programmen bewilligt bekommen. Das Sofortprogramm „Perspektive Innenstadt“, gefördert durch das niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionalentwicklung, stellt der Gemeinde 755.000 Euro Fördervolumen zur Verfügung. Außerdem ist die Gemeinde eine von bundesweit 238 Kommunen, deren Antrag in das Förderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ des Bundesinnenministeriums aufgenommen wurde, 344.875 Euro erhält die Gemeinde.
„Wir haben Maßnahmen erarbeitet, um unsere lokalen Strukturen nachhaltig zu verändern“, beschreibt Antonia Hingler, Wirtschaftsförderin der Gemeinde. „Wir möchten die lebendigen Ortschaften der Wedemark erhalten und Lebensqualität, den lokalen Einzelhandel, Kultur und Tourismus auch über die Krise hinaus stärken.“ Die Gemeindeverwaltung hat der Politik entsprechende Maßnahmen vorgeschlagen, nach Zustimmung kann die Umsetzung beginnen.
Die geplanten Maßnahmen sorgen für mehr Belebung in den Ortskernen und ergänzen oder verbessern die digitalen Angebote. Die Förderschwerpunkte liegen auf Digitalisierung, Unterstützung von Veranstaltungen sowie Netzwerkveranstaltungen, Werbekampagnen und Drucksachen, Workshops, digitalen Tourismusinformationen und Förderung des Standortmarketings, besonders des Vereins zusammen-wedemark Standortmarketing e.V. für ein aktives Miteinander der lokal ansässigen Betriebe. Außerdem sollen Einzelhandelskonzepte zukunftsorientierte Möglichkeiten aufzeigen.