Gemeinde setzt Maßnahmen durch

Die stark mit dem Umleitungsverkehr belastete Kreuzung in Gailhof soll mit einer Ampel entlastet werden. Hier gibt es am Montag, 13. August, um 17.30 Uhr einen Ortstermin mit Bürgern und Politikern.

Verkehrsprobleme werden nicht ignoriert

Wedemark. Die Sanierungsarbeiten auf der Autobahn 7 und die damit verbundenen Vollsperrungen bedeuten schon seit etlichen Monaten eine erhebliche zusätzliche Verkehrsbelastung und Ruhestörungen für die Anlieger der Landes- und Regionsstraßen in der Wedemark, stellt die Gemeinde in einer Pressemitteilung vom Freitag fest. Durch Staus und rücksichtsloses Fahrverhalten gerieten Schulkinder immer wieder in gefährliche Situationen. Bürgermeis-ter Helge Zychlinski habe in den vergangenen Wochen immer wieder Maßnahmen zur Verbesserung der Situation gefordert. Nun seien gemeinsam mit entscheidenden Behörden Maßnahmen zur Entschärfung verabredet worden. „Ich habe in den vergangenen Monaten immer wieder mehr Verständnis für unsere Nöte sowie eine verbesserte Kommunikation bei den Verantwortlichen eingefordert“, sagt Bürgermeister Helge Zychlinski. Es sei endlich an der Zeit gewesen, konkrete Sicherheitsmaßnahmen zu treffen. Am vergangenen Mittwoch begutachteten Vertreter der Gemeindeverwaltung mit der Polizei, der Region Hannover und der Straßenmeisterei Burgwedel die brisantesten Stellen. Da besonders die K 107 vom Autoverkehr als Umleitungsstrecke genutzt werde, obwohl sie dafür nicht ausgelegt sei, verabredete die Gemeinde mit den Behördenvertretern direkte Schritte zur Beruhigung dort und in den angrenzenden Straßen.
„Wir waren uns einig, dass auf der Wasserwerkstraße ab der Schule und dem Kindergarten bis zur Goltermannkreuzung dauerhaft Tempo 30 eingeführt werden soll“, erläutert Helge Zychlinski die einzelnen Maßnahmen. „Damit auf der Straße nicht das Recht des Stärkeren gilt, müssen wir darüber hinaus regelnd einschreiten“, berichtet der Bürgermeister weiter. Ampeln an der Goltermannkreuzung und an der K107-Einmündung in Gailhof sollen Ordnung schaffen. „Ich habe die klare Erwartungshaltung, dass die Landesstraßenbaubehörde die Ampeln sehr kurzfris-tig installieren wird“, macht Helge Zychlinski deutlich. Immerhin seien sich Gemeinde, Polizei, Region und Straßenmeisterei von der Dringlichkeit der Maßnahmen überzeugt. Diese Dringlichkeit habe er in persönlichen Gesprächen auch noch einmal den Leitern der Landesstraßenverkehrsbehörden in Verden und Hannover verdeutlicht. Als weitere Maßnahme werden derzeit in den Ortschaften an der L 190 Schilder zur Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h in den Nachtstunden aufgestellt. Die Gemeinde könne auf Landes- und Kreisstraßen allerdings nicht alles umsetzen, was vielleicht wünschenswert wäre, bemerkt Bürgermeister Helge Zychlinski. So haben diese Straßen überörtliche und überregionale Bedeutung, was es nicht möglich mache, LKW-Verkehre dort zu verbieten. „Die verabredeten Maßnahmen verhindern natürlich nicht die zusätzlichen Verkehre durch unsere Dörfer, können aber wenigstens die Sicherheit auf unseren Straßen etwas steigern“, ist Bürgermeister Helge Zychlinski zuversichtlich.