Gemeinde startet Umfrage

Betreuungsbedarf für Krippenplätze ermitteln

Wedemark (awi). Die Gemeinde hat die Eltern von 426 Kindern angeschrieben, um Aussagen über den konkreten Betreuungsbedarf für Kinder unter drei Jahren in der Wedemark zu bekommen. Bis zum 15. Februar sollen die ausgefüllten Fragebögen an die Gemeinde zurückgeschickt werden. Zu der Zielgruppe gehören Kinder, die vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2012 geboren sind. Der Fragebogen ist anonym und unverbindlich. Die Angaben haben keine Auswirkungen auf die Anmeldung für einen Krippenplatz und ersetzen diese auch nicht. Anmeldeforumulare gibt es im Internet unter www.wedemark.de. Nach Auswertung der Umfrage werden alle Fragebögen unverzüglich vernichtet. Gefragt wird nach den Wünschen der Eltern zum Umfang der Betreuung, ab wann eine öffentlich geförderte Fremdbetreuung gewünscht wird und ob eine besondere Dringlichkeit vorliegt. Interessant ist für die Gemeinde auch, ob es Eltern gibt, die ihr Kind nur an zwei bis drei festgelegen Tagen pro Wochen betreuen lassen möchten, so dass ein Platzsharing möglich wäre. In der Wedemark stehen zurzeit 123 Krippenplätze zur Verfügung. In Planung sind außerdem 15 Krippenplätze in Resse, 30 in Mellendorf und 15 in Elze. Die Resser und Mellendorfer Plätze werden voraussichtlich bis Schuljahresbeginn 2013/2014 fertig sein, die Elter Plätze könnten etwas länger dauern. In der Kindertagespflege werden aktuell 90 Kinder im Alter von null bis 14 Jahren betreut, davon zwei unter einem Jahr, 35 im Alter von ein bis zwei und 38 Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren. Mit über 50 Prozent Betreuungsquote der unter Dreijährigen stellt die Gemeinde damit die Orientierungsdaten von 35 Prozent in den Schatten, erklärte Fachbereichsleiter Jörg Clausing: „Die Gemeinde hat ihre Hausaufgaben gemacht. Dennoch wollen wir mit der Umfrage auf Nummer Sicher gehen und haben die Fragebögen daher an alle Eltern geschickt, auch an diejenigen, die bereits einen Krippenplatz haben. Vielleicht sind sie ja nicht zufrieden oder könnten sich ein Sharing vorstellen." Die Gemeinde erhofft sich aus der Umfrage auch Orientierungsdaten für die Spielkreise. Krippenschwerpunkt ist Mellendorf. Der Individuelle Ortsteilbedarf könne nicht sichergestellt werden. Aber das Gesetz sehe vor, dass wohnortnah in maximal sieben Kilometern ein Krippenplatz vorgehalten werden müsse. Krippen- und Hortplätze in der Wedemark sind übrigens Wedemärkern vorbehalten. „Sonst reichen wir nicht hin", sagte Fachbereichsleiter Clausing. Sobald die Fragebögen zurück sind, wird mit der Auswertung begonnen. Natürlich erhofft sich die Gemeinde eine gute Rücklaufquote, je höher ist die Authentizität der Daten, die auch in die KiTa-Bedarfsplanung einfließen werden.