Geräteturnen mit Video von Zuhause statt in der Halle

Die Geräteturner von Blau Gelb Elze trainieren zuhause vor der Videokamera.

Virtuelle Brücke und digitaler Spagat bei Blau-Gelb Elze

Elze. Wie sehr sich die Kinder und Jugendlichen nach einer turnerischen Abwechslung gesehnt haben, wird bereits beim Techniktest am Vortag deutlich: 18 Video-Teilnehmer mit mehr als 25 Kindern schalten sich zu. Manche Turnerinnen bereits im Turndress als würde es schon losgehen. „Nach so vielen Wochen ohne unser Training in der Halle kehrt doch langsam Langeweile ein“, erklärt die Trainerin Iris Seiffert. Und geht damit, wie viele der ehrenamtlichen Trainer in der Region, neue Wege, um die Kinder und Jugendlichen weiter für ihren Sport zu begeistern. So waren es die Kampfsportler des Vereins, die zuerst digital mit Karate loslegten, um sogleich die Turnsparte für das virtuellen Training zu begeistern. Ab jetzt soll es ein bis zweimal in der Woche ein gemeinsames Kräftigungs- und Dehnprogramm für die Turnerinnen über die vereinseigene Zoom-Lizenz geben.
Nach dem Training ist allen klar: Die Freude in Gemeinschaft zu sein, stand allen ins Gesicht geschrieben. So kann Gemeinnützigkeit in Zeiten der Kontaktsperre aussehen und dabei nicht nur Kindern, sondern auch Ihren Eltern Bewegung und Abwechslung nach Hause bringen. Die erste Turnstunde erweist sich als spaßig und anstrengend. Ein wenig Improvisationsgeist ist gefragt, ein kleiner Tisch, ein Sofa oder ein Hocker und schon geht das Dehnen und Kräftigen bei den meisten ohne Probleme. „Und auch wir Eltern können ein wenig mitmachen, das tut uns im Homeoffice wirklich gut“, berichtet eine Mutter, die neben ihren Töchtern ihren Mann zum Mitmachen motiviert.
Das Fazit der ersten Zoom Turnstunde: Muskelkater und Glücksgefühle. Zwar vielleicht nicht ganz so schön wie ein echtes Training in der Halle: „Aber immerhin schaffen wir damit wieder Grundlagen, um nach dieser Zeit mit dem Training in der Halle anzuknüpfen“, fasst Spartenleiterin und Trainerin Svenja Jens zusammen.