Gerberding neuer Ortsbürgermeister

Der neu gewählte Ortsbürgermeister von Abbensen, Negenborn und Duden-Rodenbostel Frank Gerberding (von rechts) mit der stellvertretenden Ortsbürgermeisterin Edeltraud Brüggmann und dem neuen, für Peter Reuter nachgerückten SPD-Ortsratsmitglied Tabea Precht. Foto: A. Wiese

Tabea Precht (SPD) rückt für Peter Reuter in den Ortsrat Wedemark I nach

Abbensen (awi). Der Ortsrat Wedemark I (Abbensen, Negenborn, Duden-Rodenbostel) hat am Mittwochabend Frank Gerberding (SPD) einstimmig zum neuen Ortsbürgermeister gewählt.
Als neues Ortsratsmitglied für den ausscheidenden Peter Reuter wurde die 22-jährige parteilose kaufmännische Angestellte Tabea Precht aus Abbensen verpflichtet, die bei der letzten Kommunalwahl auf der Liste der SPD kandidiert hatte. Die stellvertretende Ortsbürgermeisterin Edeltraud Brüggmann (CDU), die bis nach der Wahl des neuen Ortsbürgermeisters die Sitzung leitete, bedauerte sehr, den langjährigen Amtsinhaber Peter Reuter nicht verabschieden zu können. Reuter, der sein Mandat aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt hat, konnte aus Krankheitsgründen nicht an der Ortsratssitzung teilnehmen. Die Verabschiedung soll aber nachgeholt werden, so Brüggmann. Frank Gerberding, der wie Reuter aus Negenborn kommt, erklärte nach seiner Wahl, Peter Reuter habe seinen Job gut gemacht, ihm gebühre herzlicher Dank. Er werde versuchen, das Amt genauso gut wahrzunehmen oder es sogar noch besser hinzubekommen. Ein Bürgermeister sei jedoch nur so gut, wie seine Bürger. „Wenn ein Bürgermeister nichts hört, kann er nicht machen“, so Gerberding. Er wolle ein Bürgermeister für alle Orte sein, ein Bürgermeister zum Anfassen. So plane er eine monatliche Fragestunden, wo jeder zu ihm kommen und sein Anliegen vorbringen könne, wenn er dies nicht in den Ortsratssitzungen tun wolle. Bereits in der Fragestunde hatten sich viele Bürger zu Wort gemeldet. So gab es Fragen, was mit dem einmal für viel Geld angeschafften Zirkuswagen auf dem Sportplatz geschehen solle, der durch Vandalismus jetzt beschädigt worden sei und vor sich hingammele. Ein Bürger fragte, ob die Baumaßnahmen an der alten Windmühle in Abbensen bedeuteten, dass die Abrissverfügung aufgehoben sei und warum das Stück Fußweg am Franz-Lehar-Weg auch nach drei Jahren noch nicht hergerichtet sei. Außerdem kamen Fragen nach den Blühstreifen und dem Fahrradständer am Dorfgemeinschaft. Keine der Fragen konnte befriedigend vor Ort beantwortet werden. Ortsratsbetreuer Uwe Koppelmann versprach, der jeweiligen Sache nachzugehen, die Antworten dem Protokoll anzuhängen oder in der nächsten Ortsratssitzung bekannt zu geben.
Als Antrag formulierte der Ortsrat, das Häuschen für den Glasfaseranschluss, das ohne Absprache auf die Bürgerwiese gesetzt worden sei, hinter das Dorfgemeinschaftshaus zu versetzen, die Lichtraumprofile im Hummelweg und am Schwalbennest freizuschneiden, den Glascontainerplatz so zu vergrößern, dass der dort neu aufgestellte Kleidercontainer nicht auf der Straße steht und den zugesagten Ortstermin für die Zufahrt des Kindergartens in Negenborn endlich anzuberaumen.