Geschichtssymposium live im Internet

HAZ-Chefredakteur Hendrik Brandt und Dr. Franz Rainer Enste halten Vorträge

Wedemark. Das vielbeachtete Projekt „Geschichte der Wedemark von 1930 – 1945“ geht in den Endspurt. Am Montag, 03.05.2021 startet um 17.30 Uhr ein Symposium mit namhaften Vortragenden. Der Abend wird für alle live auf YouTube übertragen. Ein weiterer Höhepunkt in der Vergangenheitsreflektion der Wedemark kündigt sich an: Das fünfte Symposium zur „Geschichte der Wedemark 1930 – 1950“ findet am Montag, 3. Mai,  um 17.30 Uhr statt. In den Kreis der renommierten bisherigen Referenten tritt ein weiterer namhafter Meinungsbildner. Hendrik Brandt, Chefredakteur der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) wird im Bürgerhaus in Bissendorf einen Festvortrag halten. „Vergessen Sie ́s!? – Einige Fragen zur Geschichte in der Gegenwart“ hat er seinen Beitrag überschrieben.
Mit ihm schließt die Liste der prominenten Festredner zur Geschichtsreihe, auf der schon einer seiner Vorgänger bei der HAZ, Dr. Wolfgang Mauersberg, sowie die ehemaligen Landtagspräsidenten Rolf Wernstedt und Jürgen Gansäuer oder Regionspräsident Hauke Jagau stehen.Zudem wird Dr. Franz Rainer Enste, Niedersächsischer Landesbeauftragter gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens, der das Geschichtsprojekt von Beginn an koordinierend begleitet, in seinem Vortrag „Erinnerungskultur und Demokratie“ seine Betrachtungen zur Bedeutung unseres kollektiven Gedächtnisses für die Sicherung unserer Demokratie darlegen.
Eigentlich hätte der Abend mit Publikum im Bürgersaal stattfinden sollen. Coronabedingt sind Menschenansammlungen allerdings zu vermeiden. Deshalb überträgt die Gemeinde die Veranstaltung im Internet. Auf dem YouTube-Kanal der Gemeinde Wedemark können alle Interessierten virtuell live teilnehmen. Über Homepage der Gemeinde, unter www.wedemark.de/symposium werden sie auch zur Übertragung geleitet.
„Die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Wedemark ist ein dauerhafter Prozess“, postuliert Bürgermeister Helge Zychlinski. Auf dem ersten Symposium zum Projekt „Geschichte der Wedemark 1930 – 1950“ im September 2016 kündigte er an, dass es weitere Veranstaltungen zum Thema geben werde. Mittlerweile ist aus diesem Vorhaben eine umfangreiche Sammlung von Erinnerungen, Forschungen und Betrachtungen geworden, die weit über die Wedemark hinaus wirken. In mittlerweile zwölf Publikationen, Filmen sowie in Schulprojekten und Arbeiten des historischen Seminars der Leibniz Universität Hannover finden sie ihren dauerhaften Nachhall.