Gespräch mit Landesbehörde forcieren

Ortstermin an der Einmündung Burgwedeler Straße/Kuhstraße am Mittwochmorgen im strömenden Regen. Bürgermeister Tjark Bartels diskutierte mit Anliegern, Behördenvertretern und Politikern. Foto: A. Wiese

Verkehrssituation am Ortseingang von Bissendorf bei Ortstermin diskutiert

Bissendorf (awi). Mit Zahlen, die das mobile Messgerät der Gemeinde in den Tagen zuvor ermittelt hatte, unterlegte Fritz Schnehage von der Gemeinde am Mittwochmorgen beim Ortstermin die Diskussion um die Verkehrssituation am Ortseingang von Bissendorf aus Richtung Bissendorf-Wietze. So wurden vom 18. September, 10 Uhr, bis 24. September, 14 Uhr, auf der Burgwedeler Straße aus Richtung Bissendorf-Wietze 13.762 Fahrzeuge gemessen, von denen 4.200 zwischen 50 und 60 km/h fuhren. In der anderen Richtung ermittelte das Messgerät in Höhe der Tischlerei Knoke 12.169 Fahrzeuge, von denen 10.400 zwischen 30 und 50 km/h fuhren. Am 20. September morgens zwischen 7 und 8.30 Uhr registrierte die Verwaltung 210 Fahrzeuge aus Burgwedel und 185 Fahrzeuge in der Gegenrichtung sowie sieben Fußgänger beziehungsweise Radfahrer im Kreuzungsbereich. In 24 Stunden wurden aus Richtung Bissendorf/Wietze 2.400 Fahrzeuge gezählt. Ein hohes Verkehrsaufkommen, da waren sich alle einig, und ebenfalls, dass eine Geschwindigkeitsreduzierung im Ortseingangsbereich anzustreben ist. Unterstützende bauliche Maßnahmen wären zu begrüßen, so das Fazit, aber da es sich um eine Landesstraße und bei der Kuhstraße um eine Regionsstraße handelt, sind diese nicht von der Gemeinde zu bezahlen, betonte Bürgermeister Tjark Bartels. Die Landtagsabgeordnete Editha Lorberg bat die Gemeinde, ihr den bisherigen Schriftwechsel und die aktuellen Zahlen zur Verfügung zu stellen, damit sie im Ministerium an entscheidender Stelle Gespräche zu der Thematik führen könne. Ampel oder Fußgängerüberweg seien sicherlich unrealistisch durchzusetzen, waren sich die Teilnehmer des Ortstermins einig. Dennoch wollen sie aus verschiedenen Richtungen weiter auf die Straßenverkehrsbehörde einwirken, die durch die Leiterin der Straßenmeisterei, Martina Schober, vor Ort vertreten war. Ortsbürgermeisterin Christa Bogenschütz und ihre Stellvertreterin Susanne Brakelmann werden vom Ortsrat aus an dem Thema dranbleiben, die Anlieger nicht locker lassen und Verwaltung und Landtagsabgeordnete ebenfalls so weit möglich Druck machen. Aus polizeilicher Sicht sei der Handlungsdruck aufgrund nicht vorhandener Unfallzahlen allerdings nicht so groß, erklärte der Leiter Einsatz- und Streifendienst des Mellendorfer Kommisariates, Rolf Wenda. Er gab zu bedenken, dass eine Verkehrssituation wie dort in Bissendorf die Autofahrer automatisch zu höherer Aufmerksamkeit zwinge und so Unfälle vermieden würden.