Gesundheit hat oberste Priorität

Ist geregelter Unterricht nicht möglich, kann die Montessori-Schule auf ein gut erprobtes Home-Schooling-Konzept zurückgreifen. Foto:Montessori-Schule

Montessori-Grundschule gut vorbereitet für Corona-Herausforderung im neuen Schuljahr

Bissendorf-Wietze. Mit besonderen Hygienemaßnahmen und einem bereits etablierten Konzept für Online-Unterricht blickt die Montessori-Grundschule Wedemark gut vorbereitet auf das kommende Schuljahr. „Die Gesundheit unserer SchülerInnen und Lehrkräfte hat für uns oberste Priorität,“ so Schulleiterin Stephanie Rifai. Die Schule hat Luftfilter der Firma Trotec (hergestellt in Deutschland) angeschafft. Sie filtern einen Großteil möglicher virenbelasteter Aerosole aus der Atemluft. Zusätzlich werden die Räume täglich mit einem Luftbefeuchtungs-/Ultraschallgerät desinfiziert. Die Oberflächen-Desinfektion durch das selbst für Säuglinge völlig unbedenkliche Mittel erfolgt, wenn die Kinder nicht im Gebäude sind. Anschließend wird gut und regelmäßig gelüftet. Dabei kommt es der Schule zugute, dass sie über große Fenster und Türen zum Außenbereich verfügt. Der Luftaustausch wird durch nach außen gerichtete Ventilatoren unterstützt. „Mit unserem Hygiene-Konzept können wir unseren SchülerInnen und Lehrkräften eine hohe Luftreinheit gewährleisten.“ erklärt Stephanie Rifai.
Auch die Handhygiene und Abstandsregeln sind im Schulalltag fest integriert. Bereits im vergangenen Halbjahr wurden die Kinder in den Hygieneregeln des Gesundheitsministeriums und des Robert-Koch- Instituts unterwiesen. „Das haben sie sehr gewissenhaft umgesetzt“, lobt Stephanie Rifai.
Trotz Corona hat es die Schule geschafft, die individuelle Lernbetreuung fortzuführen. Bereits während der Osterferien, kurz nach Verkündung der Schulschließung, testete das Schulteam zunächst mit einer kleinen freiwilligen Gruppe die Online-Lernplattform Google Classroom. Nach den Ferien waren alle Lehrer und SchülerInnen darüber miteinander verbunden und im täglichen, direkten Kontakt. Video-Meetings, Gruppen- und individuelle Chats wurden ergänzt durch die durchgängige telefonische Erreichbarkeit der Lehrkräfte. Diese stellten Lerninhalte auch mit selbst gedrehten Videos zur Verfügung, zum Beispiel die Entpuppung eines Schmetterlings oder Rhythmus-Übungen.
„Die Kinder haben sich sehr schnell damit vertraut gemacht und toll selbständig gearbeitet,“ erzählt Stephanie Rifai. „Viele Eltern konnten den Zugewinn der Medienkompetenz ihrer Kinder schätzen.“
„Wir hoffen natürlich auf einen geregelten Unterricht im kommenden Schuljahr“, ergänzt Stephanie Rifai. „Sollte es jedoch wieder zu angeordneten Schulschließungen kommen, können wir auf dieses nun gut erprobte Home-Schooling-Konzept sowie das den neusten Erkenntnissen entsprechende Verfahren zur Optimierung der Raumluftqualität zurückgreifen.“