Gewerbegebiet bedarfsorientiert entwickelt

Wirtschaftsförderer Carsten Niemann (v. r.), Andreas Prahl und Bürgermeister Tjark Bartels: „Wir haben dieses Gewerbegebiet bedarfsorientiert entwickelt“. Foto: H.-H. Schröder

Nordpack will Gewerbegebiet Berkhof zum zentralen Standort ausbauen

Berkhof (hhs). Es gab nur zufriedene Gesichter zu sehen am vergangenen Freitag im Arbeitszimmer von Bürgermeister Tjark Bartels im Rathaus in Mellendorf. Anwesend waren der Bürgermeister selbst, der Wirtschaftsförderer der Gemeinde Carsten Niemann, der Unternehmer Andreas Prahl sowie die örtlichen Pressevertreter. Grund der Einladung war der vollendete Verkauf des Gewerbegebiets Berkhof. Axel Prahl, Geschäftsführer der „Nordpack“, hat das gesamte Gewerbegebiet Berkhof, etwas mehr als zehn Hektar groß, erworben, und will es in den kommenden Jahren zum zentralen Standort seiner Firmen ausbauen. Die Fläche liegt direkt nördlich der K 108 von Berkhof aus kurz vor der A7.
Andreas Prahl erklärte, „Nordpack“ verfüge an seinem alten Standort in Kirchhorst nicht mehr über die notwendigen Entwicklungsmöglichkeiten. Das zweite Unternehmen „Deisterwelle“ produziere zurzeit in einem Teil der ehemaligen Engelmann-Hallen in Wennebostel. Er sei auf der Suche gewesen nach einem Standort, an dem man die verstreuten Unternehmensteile zentral ansiedeln könne.
Nordpack sei eine grundsolide Firma und ebenso grundsolide in den vergangenen 22 Jahren kontinuierlich gewachsen. Die Unternehmen betreiben Produktion, Großhandel und Logistik von Kartonagen/Wellpappen europaweit, man verfüge über etwa 2.500 Kunden. In Wennebostel stelle „Deis-terwelle“ die „Exoten“ unter den Kartonagen her, aus besonders dickem oder dünnem Material. Ein weiterer Produktionsstandort befinde sich in Thüringen. Das Gesamtunternehmen beschäftige 165 Mitarbeiter, weitere 25 arbeiten bei „Deisterwelle“ in Wennebos-tel.
Am neuen Standort Berkhof soll ein Hochregallager entstehen und Lagerraum. „Wir werden hier jeden Tag etwa 600 Paletten umschlagen“, schätzte Prahl. Die Bebauung werde mittel- bis langfris-tige beginnen, in etwa zwei bis drei Jahren. Er könne auf eine ganz besondere Entstehungsgeschichte dieses Projekts verweisen, so der Bürgermeister nicht ganz ohne Stolz. Der Kauf der Gewerbefläche sei für das Unternehmen und auch für die Gemeinde ein Glücksfall. Im Jahr 2009 habe es erste Gespräche zwischen der Gemeinde und dem Unternehmer gegeben. Im Prozess der Ausweisung des Gewerbegebiets habe es viele Beteiligte gegeben und auch die Verhandlungen mit der Region Hannover seien letztlich langwierig gewesen. Die Gemeinde habe für das Autobahn nahe Gewerbegebiet gekämpft. „Die Gespräche mit Andreas Prahl werden in guter Erinnerung bleiben. Wir haben uns gegenseitig auf unser Wort verlassen“, so Bartels. Unterdessen habe die Gemeinde Wedemark auch den entsprechenden Bebauungsplan in trockenen Tüchern: „Wir haben dieses Gewerbegebiet bedarfsorientiert entwickelt und sind überzeugt, dass hier neue Arbeitsplätze entstehen werden“.