Gießmarathon im Therapiegarten

Täglich muss Corinna Bischof im Therapiegarten wässern. Foto: A. Wiese

Helfer lassen Corinna Bischof nicht im Regen stehen

Mellendorf (awi). Sprichwörtlich sagt man "jemanden nicht im Regen stehen lassen". In diesem Fall ist allerdings eher das Gegenteil der Fall: Ohne ihre freiwilligen Helfer, die abends zu Gartenschlauch und Gießkanne greifen und den Therapiegarten des Vereins Grüne Stunde am Grabenweg wässern, wäre Corinna Bischof aufgeschmissen. Die Helfer lassen sie also nicht auf dem Trockenen stehen und wässern, was der Hausbrunnen hergibt: die Blumen und die Gemüsebeeten, die Büsche und Stauden und die jungen Obstbäume wie die Quitte, die voll mit Früchten hängt. Während die Pflanzen draußen im Garten wenigstens noch ab und zu das bisschen Regen abkriegen, das mal fällt, sind die Tomaten im Folientunnel komplett auf Fremdbewässerung angewiesen. Aber dafür tragen sie auch reichlich. Die Gartentherapeutin hat trotz der Wärme Zuspruch, wenn sie ihren Therapiegarten sonnabends für zwei Stunden öffnet und Kaffee und Kuchen anbietet, aber sie hat natürlich in diesem Sommer auch schon viele Absagen bekommen. Ihre spezielle Zielgruppe sind Demenzkranke und den älteren Menschen setzt die Hitze besonders zu. "Es ist schade, aber nicht zu ändern", sagt Corinna Bischof, die sich an jedem Tag, an dem sie in ihrem mit viel Liebe zu Detail angelegen Garten hinter dem Gudehusschen Hof steht, an dem freut, was da grünt und blüht. Letzten Sonnabend führte sie ihn den Staudenfreunden Hannover vor, demnächst kommen die Rotarier und jedes Mal erntet sie viel Lob für Idee und Ausführung. Über ein bisschen Regen würde sie sich trotzdem freuen, sagt sie und schickt einen hoffnungsvollen Blick zum Himmel.