Glasaale in der Leine ausgesetzt

Die Glasaale werden zu hohen Preisen auf dem Schwarzmarkt gehandelt. Fotos: Machulla/Gewetzki

Verein möchte Artenschutzprojekte in der Wedemark durchführen

Wedemark. Der Angelverein Neustadt hat am vergangenen Sonnabend 40.000 Glasaale in die Leine und in die Gewässer gesetzt, die Verbindung mit der Leine haben.
Insgesamt haben Angelvereine des Anglerverbandes Niedersachsen sogar über eine halbe Million kleine Aale am Wochenende in die Fließgewässer besetzt. Im Sommer werden durch die Neustädter Angelvereine weitere 60.000 Farmaale besetzt. Der Aal(bestand) der seit Jahren auf der Liste der bedrohten Tierarten steht wird durch die Angler mit erheblichen Eigenmitteln finanziert. Ein Kilogramm (etwa 3000 Stück) Glasaal kostet die Vereine zurzeit 300 Euro. Die Bestände sind überwiegend durch den illegalen Verkauf nach Asien gefährdet, aber auch durch die Verbauung der Gewässer mit Wasserkraftanlagen. Bei den illegalen Verkauf überwiegend durch Länder wie Spanien und Portugal werden Schwarzmarktpreise bis 6.000 Euro erreicht. Das Land Niedersachsen unterstützt die Angler inzwischen auch finanziell, da die EU Deutschland angemahnt hat, dass nicht mehr ausreichend Blankaale abwandern. Allerding wird es in einigen Landkreisen den Anglern immer schwerer gemacht solche Artenschutzprojekte zu betreiben, da durch Ausweisung von NATURA 2000 Gebieten der Zutritt an die Gewässer verwehrt wird. Allerdings haben auch viele Landkreise die Wichtigkeit der Angler an den Gewässern erkannt und unterstützen sie in ihrer Arbeit. Gerne würde der Neustädter Angelverein auch Artenschutzprojekte an den Fließgewässer der Werdemark durchführen, und wird mit der Gemeinde diesbezüglich Gespräche führen.