Glasfaser für Resse auf der Kippe

Wirtschaftsförderin Antonia Hingler, Kai Weidner vom Telefon Service Center, Dirk Rapke von ServicePartnerRapke , htp-Vertriebsleiter Stephan Struck und Martin Lamep von ePassion IKT-Service hoffen, dass sich in den nächsten zwei Wochen noch einige Internetnutzer für einen Glasfaseranschluss entscheiden. Foto: A. Wiese

Bisher haben nur 25 Prozent ihren Anschlusswillen bei htp bekundet

Resse (awi). Kein Dorf hatte so einen Service: Ein Beratungsbüro, in dem sich verschiedene Ansprechpartner zusammengeschlossen haben, direkt vor Ort inklusive eines Angebots für Hausbesuche – doch in Resse haben sich bisher erst 25 Prozent der Anwohner für einen Glasfaser-Anschluss ent- schieden. Damit steht auf der Zielgeraden – die Frist läuft zumMonatende aus – der Glasfaseranschluss für Resse auf der Kippe. Für eine positive Ausbauentscheidung sind nämlich mindestens 40 Prozent nötig, erklärten die Vertriebspartner Dirk Rapke, Kai Weidner und Martin Lampe sowie Vertriebsleiter Stephan Struck von htp letzte Woche bei einem Pressetermin im Beratungsbüro im zurzeit nicht genutzten Ärztehaus, das Rapke, Weidner und Lampe im Namen ihrer drei Firmen extra für zwei Monate angemietet haben. Sie hoffen, die Resser mit diesem Aufruf wach rütteln zu können: Wer einen zukunftsfähigen und stabilen Glasfaser-Anschluss haben möchte, kann diesen noch bis zum 2. November beauftragen.
Resse sowie Abbensen mit Dudenbostel und Rodenbostel sind die letzten Orte der Wedemark, in denen die Aktionsfrist noch läuft. „Um eine flächendeckende Glasfaser-Versorgung der Wedemark sicherzustellen, muss nur Resse die Zielmarke erreichen. In Abbensen haben bereits 51 Prozent der Anwohner einen Vertrag mit htp abgeschlossen. Die Resser Bewohner sollten ihre Chance jetzt unbedingt nutzen, um nicht abgehängt zu werden“, sagt htp-Vertriebsleiter Stephan Struck. Wirtschaftsförderin Antonia Hingler zeigt sich optimistisch: „In allen anderen Ausbauorten der Wedemark haben wir die 40-Prozent-Quote bisher immer erreicht. Ich bin zuversichtlich, dass auch die Resser Bewohner nicht den Anschluss verlieren wollen, sodass sich noch genügend für Glasfaser entscheiden.“ Die htp Vertriebspartner ServicePartnerRapke, Telefon Service Center und ePassion IKT-Service beraten weiterhin im Ärztehaus an der Osterbergstraße und kommen auf Wunsch auch zu den Bürgern nach Hause, um sich dort die örtlichen Gegebenheiten ansehen und individuell beraten zu können. Interessierte können im Beratungsbüro von Montag bis Sonnabend zwischen 13 und 18 Uhr ihre Fragen klären und Verträge für Glasfaser-Anschlüsse abschließen. Auch außerhalb der Öffnungszeiten können Termine vereinbart werden.
Ab dem 19. Oktober ist das Team vom autorisierten htp-Vertriebspartner Simon Habermann-Thau in Resse direkt bei den Anwohnern unterwegs. Dirk Rapke und Martin Lampe beraten die Kunden als htp-Vertriebspartner im Glasfaser-Service-Center: „Allen sollte bewusst sein, dass dies vorerst die letzte Chance auf einen Glasfaser-Anschluss ist, mit dem sie nicht nur den Wert ihrer Immobilien steigern, sondern schon jetzt den Breitbandbedarf decken, der mit Smarthome, Homeoffice und Streaming zukünftig immer weiter steigen wird2, betonen Rapke und Lampe. Und sie nehmen auch Bezug auf das Fehlen einer Arztpraxis in Resse: „Als Alternative zum persönlichen Arztbesuch werden Online-Sprechstunden per Video-Chat zunehmend an Bedeutung gewinnen. Voraussetzung ist dafür natürlich eine gute Internetverbindung.“
Rapke, Lampe und Weidner mutmaßen, dass bei vielen Ressern noch die Meinung vorherrscht, „erstmal gucken, ob es kommt, dann können wir ja immer noch mitmachen“. Doch genau das funktioniert nicht, denn wenn htp die Zielmarke von 40 Prozent nicht erreicht, wird in Resse gar kein Glasfaser verlegt und dann kann man auch hinterher nicht einsteigen. Und selbst wenn es mit der eigenwirtschaftlichen Glasfaserverlegung durch htp doch noch klappen sollte, kann man nicht mehr ohne Weiteres auf den fahren den Zug aufspringen. „Alle Nachmeldungen werden gesammelt und erst in ein paar Jahren berücksichtigt, wenn sich das für uns dann wieder lohnt und das ist dann für die Eigentümer nicht mehr kostenfrei so wie jetzt“, gibt Vertriebsleiter Struck zu bedenken. Geplant ist auch den Sportverein mit Gaststätte und das Wochenendgebiet dahinter anzuschließen ebenso wie das Neubaugebiet Neues Land.
Wenn die Mehrheit der Resser sich jetzt doch noch zum Glasfaseranschluss durchringt, wird im Frühjahr mit dem Bau begonnen und im Sommer 2021 kann scharf geschaltet werden, verspricht htp. Über die Nutzungskosten muss man sich individuell informieren. Sie hängen unter anderem davon ab, ob man Bestands- oder Neukunde ist und welche man Geschwindigkeit man bucht. 25 Millionen Mbit/s sind theoretisch möglich.