Glasfaseranschluss für Scherenbostel

Scherenbostels Ortsbürgermeister Jürgen Engelhardt unterschreibt im Beisein von Wiechendorfern demonstrativ seinen Antrag auf einen Glasfaseranschluss in der Siedlung Buchholz.Foto: A. Wiese

Ortsrat macht Werbung in seinen Ortschaften und bietet Infotermin an

Scherenbostel (awi). Nicht nur in Bissendorf-Wietze machen sich Ortsrat und Bürger für den Glasfaseranschluss stark, auch in Scherenbostel engagieren sich Ortsratsmitglieder und Bürger, um die notwendige Zahl an Anschlusswilligen zusammenzubekommen, damit htp und die Deutsche Glasfaser auch Scherenbostel, Wiechendorf und Schlage-Ickhorst mit dem schnellen Internet versorgen.
Da der erste von htp angebotene Termin nicht gut besucht war, haben der Ortsrat und die Initiative Glasfaseranschluss Scherenbostel, hinter der unter anderem der Computerbeauftragte des Seniorenbeirats, Axel Behnke, steht, einen weiteren Informationstermin organisiert: Am Donnerstag, 23. Januar, um 19 Uhr im Drei-Dörer-Treff am Husalsberg sollen die Bürger Antworten erhalten auf Fragen wie „Internet – brauche ich das?“, „Wozu das Ganze, was habe ich davon?“, „Was kostet es mich wirklich?“, „welcheNachteile gibt es für mich?“, „Hat es Auswirkungen auf meinen Telefonanschluss?“, „Wie endgültig ist ein htp-Antrag?“, „Welche Folgen hat es mich, wenn ich keinen Antrag stelle?“. Ortsratsmitglied Jürgen Peters und Axel Behnke von der Initiative möchten den Bürgern vor allem klar machen, dass die Haltung „erst mal abwarten“ keine Option ist. „Wird die notwendige Anschlussbereitschaft von 40 Prozent jetzt nicht erreicht, werden htp und die Deutsche Glasfaser in Scherenbostel und Wiechendorf kein Glasfaserkabel verlegen. Jetzt wären die Hausanschlüsse bis 20 Meter vom Bordstein für die Anlieger kostenlos. Wer sich später überlegt, dass er jetzt doch Glasfaser möchte, hat entweder das Pech, dass gar kein Glasfaserkabel in seiner Straße verlegt wurde oder er den Hausanschluss komplett selbst bezahlen muss“, gibt Peters zu bedenken.
Auch die Einstellung „ich habe doch Internet und das reicht mir doch“ sei kurzsichtig, denn die technische Entwicklung sei nicht aufzuhalten. Es würen immer größere Datenmengen übertragen, Fernsehen sei bald ohne Streaming gar nicht mehr möglich. Was heute noch ausreichend sei, werde es schon in Kürze nicht mehr sein. Und nicht vergessen werden dürfe, dass Immobilien heute auch danach geschätzt würden, über was für einen Internetanschluss sie verfügten. Daher sollten sich auch ältere Menschen, die selbst nicht so internetaffin seien, überlegen, wie wichtig der Glasfaseranschluss sei, sagt Ortsbürgermeister Jürgen Engelhard, der selbst demonstrativ vor Ort seinen Vertrag unterzeichnete.