Glasfaserausbau in der Wedemark

Marcel Büter (von links), Helge Zychlinski und Thomas Heitmann demonstrieren mit dem Druck auf den grünen Knopf Einigkeit bei der Glasfaser-Kooperation für die Wedemark. Foto: B. Stache

Bürgermeister Helge Zychlinski spricht von einem Meilenstein und lobt Kooperation

Mellendorf (st). „Herzlich willkommen zu einem sehr guten Termin, weil wir heute einen Meilenstein für die weitere Entwicklung der Gemeinde Wedemark vorstellen können“, begann Bürgermeister Helge Zychlinski am Donnerstagnachmittag die Gesprächsrunde zum Thema Glasfaserausbau. In Anwesenheit von Wirtschaftsförderin Antonia Hingler, htp-Geschäftsführer Thomas Heitmann und Expansionsmanager Marcel Büter von der Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser erinnerte Helge Zychlinski an den Beginn der Glasfaser-Kooperation zwischen Gemeinde und den beiden Unternehmen nach einem ersten Treffen im November 2018. Erklärtes Ziel der Kooperation, die ohne öffentliche Gelder auskommt, sei es, in der Wedemark flächendeckend Glasfaser in die Haushalte zu bringen. Mit dieser Kooperation zwischen Deutsche Glasfaser und htp in der Wedemark werde in Deutschland Neuland betreten, unterstrich Thomas Heitmann. Er sprach zudem von einem finalen Schritt, mit Glasfaser bis in die Haushalte zu kommen, und von einem kapitalintensiven Geschäft. „Wir bringen mit der Deutschen Glasfaser die Stärken dieser beiden Unternehmen zusammen“, so der htp-Geschäftsführer. Alle Beteiligten hoffen, dass sich viele Wedemärker für den Glasfaserausbau entscheiden. „Nur wenn 40 Prozent der Haushalte eines Ortes sich für einen Glasfaseranschluss entscheiden, kann der Ausbau wirtschaftlich erfolgen. Wer Glasfaser will, muss einen Vertrag bei htp abschließen“, heißt es seitens htp. Geschäftsführer Thomas Heitmann betonte, dass Bestandskunden nicht automatisch umgestellt werden. Für den Bau der Hausanschlüsse seien Arbeiten auf dem jeweiligen Grundstück notwendig, für die eine Einwilligung vorliegen müsse. Thomas Heitmann zeigte sich zuversichtlich, zumal htp schon heute über 40 Prozent Bestandskunden in den Ortschaften der Wedemark habe. Mit den Glasfaser-Arbeiten könne nach Aussage von Marcel Büter 2020 begonnen werden – beginnend im Norden der Wedemark (Berkhof/Sprockhof). „Wir sprechen von knapp 12 000 Wohneinheiten, die angeschlossen werden können“, erklärte der Deutsche Glasfaser-Repräsentant. 309 Wedemärker Adressen könnten nicht erschlossen werden, hieß es. Diese seien jedoch von der Gemeinde für die öffentliche Förderung angemeldet, versicherte der Bürgermeister. Deutsche Glasfaser wird die Verlegung der Glasfaserkabel bis in die Gebäude übernehmen, htp anschließend das Netz mieten und betreiben. Mitte 2021 sollen die beauftragten Hausanschlüsse gebaut sein. Das hannoversche Unternehmen htp plant, die Wedemärker unmittelbar nach den Sommerferien in Informationsveranstaltungen über die Planungen zu informieren. „Ich finde es ganz besonders großartig“, freute sich mit Hinweis auf die Unternehmenskooperation Wirtschaftsförderin Antonia Hingler. Positiv bewertete sie, dass Deutsche Glasfaser und htp den Wedemärker Wirtschaftsunternehmen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Lobende Worte von der Wirtschaftsförderin auch für die erklärte Absicht, schon 2020 mit dem Glasfaserausbau zu beginnen. „Jetzt haben es die Wedemärker selbst in der Hand, ob dieses Erfolgsmodell auch erfolgreich wird“, lautete das Schlusswort von Bürgermeister Helge Zychlinski.