Goldene Gans für Gailhof

Die drei Töchter des Wirts warten nur darauf, das der Besitzer der goldenen Gans in sein Zimmer geht. Zu gern möchten sie nur ein Federchen von dem Tier und bleiben der Reihe nach an ihr kleben. Foto: E. Rodenbsotel

Theater der Kinder sorgt für volles Haus

Gailhof (er). Das diesjährige Theaterstück von 16 Gailhofer Kindern war eine auf Gailhof umgeschriebene Abwandlung des Märchens der Gebrüder Grimm „Die goldenen Gans“. Maggie Garland hatte wie in den letzten Jahren den Text bearbeitet, die Kostüme geschneidert und mit den kleinen Schauspielern in zehn Wochen die Aufführung geprobt. „Die Kinder haben viele Termine und doch hat es gut geklappt, ich bin stolz auf die Leistung“, sagte Maggie Garland. Eröffnet wurde der Nachmittag von Rolf-Dieter Göing vom Schützenverein und Heidi Leide vom Bürgerverein. Sie organisierten bereits zum zehnten Mal die Veranstaltung im Jugend- und Gästehaus in Gailhof, das auch in diesem Jahr wieder gut gefüllt war.
Helfer hinter der Bühne waren wie in den Vorjahren Maggie Garlands Tochter Alex, die in diesem Jahr vor allem für die gute Darstellung „der Verwundungen“ zuständig war und der Schwiegersohn, der für die Technik sorgte. Eröffnet wurde der Nachmittag von Magan Schroth am Klavier mit zwei stimmungsvollen Stücken. Wilma Steinborn, bei der wieder im Keller geprobt wurde, stellte Klavier und Flötenspieler vor und auch die Kinder, die Gedichte vortrugen. Danach kamen die kleinen Darsteller im Alter von 5 bis 15 Jahren mit dem Klavierspiel von Allison Schroth „Ihr Kinderlein kommet“ in den Saal und stellten sich hinter der Bühne auf, um mit dem Spiel zu beginnen.
In diesem Jahr war Magan Schrot zugleich Erzählerin und graues Männlein, wie viele andere belegte sie Doppelrollen. Die Geschichte mit den drei Söhnen eines Bauern, und der goldenen Gans, die dem dümmsten der Familie für sein gutes Herz geschenkt wurde, bekam durch die Beteiligung der ortsansässigen Personen besondere Würze. So spielten Pastor Buck und Küsterin Ute durchaus besondere Rollen. Die Prinzessin, die durch die Prozession der an der Gans klebenden Gesellschaft zum Lachen gebracht wurde und sich dann für den Besitzer der goldenen Gans entscheiden durfte, freute sich mit den Worten: „ich wäre schön dumm, wenn ich vorher nicht gelacht hätte!“ nach dem Kuß mit ihm.
Ein gelungenes Theaterstück mit engagierten Schauspielern und prima Hintergrundarbeit ging mit viel Applaus zu Ende. Der auch in diesem Jahr rechtzeitige Weihnachtsmann wußte von der letzten Veranstaltung dieser Art von Rolf-Dieter Göing, der im nächsten Jahr nicht wieder als Vorsitzender des Schützenvereins kandidieren möchte. Er brachte, mangels Schnee auf beschwerlichem Weg für die guten Kinder Geschenke, die gern angenommen wurden.