Großes Wolfsgeheul in Resse

Wolfsbotschafter Peter Griemberg (hockend) gibt den NAJU Teilnehmern viel Wissenswertes über den Wolf mit auf den Weg. Foto: B. Stache

Jahresvollversammlung der NAJU Niedersachsen im MOORiZ

Resse (st). Passend zum Leitthema „Wolf“ endete am Samstagnachmittag die ordentliche Jahresvollversammlung der Naturschutzjugend (NAJU) Niedersachsen im Moorinfomationszentrum (MOORiZ) mit einem gemeinsamen, lang anhaltenden Wolfsgeheul. 79 Mitglieder aus elf verschiedenen Ortsgruppen der eigenständigen Jugendorganisation des Naturschutzbundes NABU waren nach Resse gekommen, um mit dem Jugendvorstand das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und über die Inhalte der Arbeit für das nächste Jahr zu sprechen. Die NAJU Niedersachsen ist mit ihren über 9100 Mitgliedern in einem Alter bis 27 Jahre in 65 Kinder- und Jugendgruppen auf Kreis- oder Ortsebene aktiv. Sie engagiert sich für Natur- und Umweltschutz-Programme und kooperiert mit zahlreichen Schulen sowie anderen Kinder- und Jugendorganisationen. Bei der Versammlung in Resse konnten sich auch die jüngsten Teilnehmer mit einbringen und ihre Wünsche und Ideen formulieren. „Es darf keine trockenen Berichte geben – das ist unser Anspruch. Alles soll auch für die Jüngeren verständlich sein, so dass sie den Inhalten folgen und bei Abstimmungen mit entscheiden können. Das ist uns heute richtig gut gelungen“, freute sich die neue Landesjugendsprecherin Chantal Reisgies. Sie ist zugleich Mitglied im Sprecherrat, in den auch Anika Bahlo (Kassenwartin), Merle Bollen und Andrea Pohl gewählt wurden. Inka Jacob und Anuschka Tecker sind die neuen Beisitzerinnen. Die Jahresvollversammlung war ganz dem Wolf gewidmet. Auf einer Moorexkursion wurde ein Lebensraum des Tieres erkundet. Peter Griemberg, seit zirka drei Jahren NABU-Wolfsbotschafter, gab sein fundiertes Wissen über den Wolf an die NAJU Teilnehmer weiter. In seiner Präsentation zeigte er zahlreiche Bilder von freilebenden Wölfen in Deutschland. „Ich bin mit meinem Vortrag über die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland niedersachsenweit zu Schulen und Vereinen unterwegs. Mir geht es dabei in erster Linie um Öffentlichkeitsarbeit zur Akzeptanzförderung für das Zusammenleben mit den Wölfen“, erklärte Griemberg. Seine Absicht sei es, die teilweise vorhandene Skepsis gegenüber dem Wolf durch Information abzubauen. „Der Wolf ist für den Menschen im Normalfall nicht gefährlich“, lautet sein Fazit. Am Samstagnachmittag gab es im MOORiZ noch vielfältige Bastel- und Spielaktionen rund um das Thema Wolf. Den abschließenden Wolfsgeheul-Wettbewerb konnte die NAJU Gruppe Sarstedt eindeutig für sich entscheiden. Die siebenjährige Leonie nahm strahlend das gewonnene Maskottchen in Empfang: einen Plüschwolf.