Grüne stellen ihr Wahlprogramm vor

Diese Damen und Herren kandidieren für die Grünen für Ortsräte im Bereich Wedemark. Foto: A. Wiese

Viele Ideen für eine ökologisch ausgewogene und lebenswerte Wedemark

Wedemark (awi). Die Grünen haben ihr Wahlprogramm für die Wedemark vorgelegt und ihre Kandidaten zu Wort kommen lassen. Es ist ein bunter Mix an Ideen, der da zusammenkommt, immer basierend auf dem Programm, das die Regions-Grünen erstellt haben. Kathrin Kuhfß, Spitzenkandidatin für die Region, sieht sich als Vermittlerin zwischen Stadt und Umland, möchte in diesem Spannungsverhältnis Kompromisse und Lösungen finden auf einem Weg zur klimaneutralen Region. „Energievermeidung geht alle an“, sagt Kuhfß und meint: „Wichtig ist, möglichst wenig Energie zu verbrauchen, bevor wir über die Produktion neuer Energien nachdenken.“ Die Spitzenkandidatin der Grünen für den Rat, Hermine Rüfer, betont als ihren Schwerpunkt Natur- und Landschaftsschutz, tritt für einen zweiten Windpark in der Wedemark an und ist froh, dass Gentechnik in der Wedemark kein so großes Thema ist. Für die Grünen komme sie jedenfalls gar nicht in Frage. Dafür bricht sie jedoch eine Lanze für die ökologische Landwirtschaft, wirbt für Unterstützung für die Hannoversche Moorgeest und dafür Grundstücke am Moorrand anzukaufen, um hier Ausgleichsflächen auszuweisen. Mona Achterberg, die für den Gemeinderat und den Ortsrat Brelingen kandidiert, ist Gleichstellungsbeauftragte von Beruf und hat ihre Interessen logischerweise vor allem auch auf diesem Gebiet. Der Anteil von Frauen in der unbezahlten Arbeit läge bei 75 Prozent, betont sie, in der ehrenamtlichen Arbeit bei 80 Prozent. Sie will sich für eine Frauenquote auf kommunaler Ebene stark machen und hierbei auch genau in der Verwaltung gucken, wie dies umgesetzt wird. Die Jugendpflege in der Wedemark mache sehr gute Arbeit, dies müsse erhalten und unterstützt werden.
Auch die Arbeit des Seniorenbeirats sei lobenswert, so Achterberg. Besonders wichtig sei, dass ältere Menschen mobil seien. Das in der Wedemark – möglichst klimaneutral – umzusetzen, sei eines ihrer Anliegen.
Der Bebauungsplanung gilt das besondere Interesse von Wilhelm Lucka. Hier seien sehr viele Aspekte und Interessen zu berücksichtigen. Helmut Sielken möchte gerne im Gemeinderat mitarbeiten, am liebsten im Ausschuss für Kultur, Schule und Sport. Die IGS müsse eine Oberstufe erhalten, damit Kinder möglichst lange gemeinsam lernen könnten. Die Grünen ständen dafür, das Ganztagsangebot zu stützen, wenden sich gegen Gewalt in der Schule und gegen Mobbing, so Sielken. Wichtig sei, dass die Schule selbst geeignete Maßnahmen träfen, aber die Verwaltung könne sie dabei unterstützen. Auch in der Wedemark gebe es Anfänge, wenn sie auch nicht so sehr betroffen sei. Sielken steht außerdem für Bürgerbeteiligung und ehrenamtliches Engagement. Bürger könnten sich beim Kulturangebot viel mehr einbringen, meint er. Vor allem müsse das kulturelle Angebot einer Gemeinde von hoher Qualität sein und ehrenamtliches Engagement müsse von der Gemeinde getragen werden. Martin Mietzner tritt für den Ortsrat Brelingen an und möchte, dass Ortsratsbeschlüsse einen höheren Stellenwert bekommen. In den Ortsräten säßen Menschen, die die Belange der Bürger vor Ort am allerbesten verstünden. Ihnen müsste mehr Gehör geschenkt werden, so Mietzner. Weitere Einzelheiten aus dem Kommunalwahlprogramm der Grünen berichtet das Wedemark ECHO in seinen nächsten Ausgaben.