Grüne wollen in den Ortsrat

Marco Kurz (von links), Panaiota Brachou und Heike Fischer wollen für die Grünen in den Ortsrat Mellendorf/Gailhof einziehen. Foto: Grüne Wedemark

Drei Kandidaten für Mellendorf/Gailhof

Mellendorf/Gailhof. Nach langer Zeit kandidieren gleich drei Grüne für den Ortsrat Mellendorf Gailhof bei der Kommunalwahl im September. Panagiota Brachou, Marco Kurz und Heike Fischer sind die Kandidaten, die sich in der kommenden Legislatur für die Bürger aus Gailhof und Mellendorf engagieren wollen. Neben Themen wie Bildung,Kinderbetreuung oder Klimaschutz und Umweltpolitik, sind es gerade das Thema Verkehr und Gemeindeplanung, das den Grünen unter den Nägeln brennt.
„Wir spüren es ja selbst jeden Tag, Gailhof und Mellendorf sind - wie viele andere Orte in der Wedemark auch - sehr stark durch den Verkehr belastet,“ sagt die Juristin Panagiota Brachou. „Wenn wir uns mit Freunden oder anderen Eltern unterhalten, wird immer wieder das Thema Verkehr angesprochen. Dass es zum Beispiel an der Stuckekreuzung oder am Zebrastreifen zur Schaumburgerstraße nicht öfter zu Unfällen kommt, führt Marco Kurz auf die Umsicht der Fußgänger und Radfahrer zurück.“ Heike Fischer ergänzt: „Wenn man sich die Situation morgens auf den Straßen ansieht, ist ja klar, dass viele Eltern sich Sorgen machen ihre Kinder auf den Weg zu schicken.“ Für Panagiota Brachou steht fest, dass Radfahrer durch mehr Radwege gestärkt und der Durchgangsverkehr - vor allem durch LKW - begrenzt werden muss. "Die Anzahl der Lastkraftwagen, die täglich allein durch Mellendorf fahren, hat mittlerweile ein unerträgliches Ausmaß erreicht.", so Brachou.
Für die Grünen ist das sicherlich ein wichtiger Grund, warum viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen und sie nicht mit dem Fahrrad oder zu Fuß gehen lassen. „ Als Zahnarzt kann ich sagen "there is no glory in prevention", aber, wenn dann ein Kind oder Radfahrer unter einem LKW liegt ist das Geschrei zu Recht groß,“ sagt Marco Kurz.
Für die Grünen gibt es einfach zu viele Verkehrspunkte in Mellendorf und Gailhof, die kritisch sind. "Wir müssen uns ganz klar dafür einsetzen, dass Tempo 30 Zonen ausgeweitet werden", so Kurz . Als Beispiel nennen die Grünen die Celler Straße in Gailhof sowie die Wedemarkstraße in Mellendorf. „Andere Gemeinden wie Fuhrberg haben uns das ja schon vorgemacht,“ ergänzt Marco Kurz. Ferner sollte geprüft werden, ob bestehende Wohngebiete, die stark vom Durchgangsverkehr belastet sind, nicht durch verkehrsbedingte Maßnahmen entlastet werden könnten. "Ein Wohnquartier, wie beispielsweise das gesamte Gebiet von der Stargarder Straße bis Bissendorfer Straße und L310 sollte als verkehrsberuhigte Zone beziehungsweise Spielstraße ausgewiesen werden", so Kurz. Für Heike Fischer, die selbst in diesem Quartier wohnt ist klar, dass damit weniger Autofahrer die Stuckekreuzung umgehen würden. Das würde auch den Haushalt entlasten, da die Straßen nicht so schnell kaputt gefahren werden,“ sagt Fischer, die als Steuerberaterin tätig ist.
Daher fordern die Grünen, dass der neue Verkehrsentwicklungsplan die Sicherheit der "schwächeren" Verkehrsteilnehmer als Hauptziel hat. "Weiter ist uns wichtig, dass darin auch die Interessen der Anwohner im Verkehrsentwicklungsplan Priorität haben. Dazu gehören vor allem Lärmschutz und Feinstaubbelastung."