Grundschule Bissendorf zeichnet 150 Junior-Forscher aus

Die Kinder jubeln über ihre Urkunden. Foto: N. Priebe

Experimentierkasten ermöglicht Schülern Einblick in die Welt der Chemie

Bissendorf. Wie stellt man eine unsichtbare Zaubertinte her? Warum werden wir beim Waschen sauber? Und: Was hat es mit dem Geheimnis des schwarzen Filzstifts auf sich? Diesen und vielen weiteren Fragen rund um das Thema Chemie können Schülerinnen und Schüler der Grundschule Bissendorf in der Experimentiergruppe „Mein erstes Chemiepraktikum“ nachgehen. Das Interesse der Kinder an diesem Angebot ist groß, so dass heute in einer Feierstunde bereits der 150. Schüler für seine Teilnahme als „Junior-Forscher“ ausgezeichnet
werden konnte. Die Urkunden überreichte Schulleiterin Andrea Grunwald-
Seitz. „Mein erstes Chemiepraktikum“ wird seit 2008 an der Schule angeboten
und ist inzwischen fester Bestandteil der Betreuungsstunde für die zweiten
Klassen im Rahmen der verlässlichen Grundschule. In diesem Schuljahr
nahmen 60 Schülerinnen und Schüler teil. „Die Kinder können unter
anderem eine Hautcreme und ein Duschgel selbst herstellen. Und ganz
nebenbei lernen sie chemische Inhalte kennen, zum Beispiel wie Tenside funktionieren oder warum man Wasser und Öl nicht miteinander mischen kann“, so Elisabeth Wöbse, die die Arbeitsgruppe leitet. Grundlage für die Versuche ist ein Experimentierkasten, welcher der Schule vom Arbeitgeberverband ChemieNord zur Verfügung gestellt wird. Hierin sind alle Geräte und Substanzen enthalten, die für die Durchführung benötigt werden. „Mit dem Experimentierkasten wollen wir die naturwissenschaftliche Bildung an den Grundschulen fördern. Denn gerade in diesem Alter sind die Kinder ganz besonders an Naturphänomenen interessiert“, so Nadine Priebe von ChemieNord. Das Angebot wird von den Schülern gut angenommen. „Die Arbeitsgruppe ist bei den Kindern sehr beliebt“, erläutert Grunwald-Seitz. „Nahezu alle Schülerinnen und Schüler des zweiten Jahrgangs nehmen daran teil. Es hat sich nämlich inzwischen herumgesprochen, wie viel
Spaß die Experimente machen. Wir freuen uns sehr, dass durch den Experimentierkasten die naturwissenschaftliche Frühförderung ein wesentlicher
Bestandteil unseres Schulangebots geworden ist.“ Die Grundschule Bissendorf wird die Arbeitsgruppe für die Zweitklässler auch zukünftig anbieten und denkt sogar über eine Erweiterung nach. „Wenn alles weiter so gut läuft, können wir bald den 200. Junior-Forscher auszeichnen“, so die Schulleiterin. „Und vielleicht werden wir demnächst auch eine Arbeitsgemeinschaft für die 4. Klassen einrichten.“