Gut gemeint, schlecht gemacht

Felix Günther bemängelt die Treppe am Bürgerhaus in Bissendorf.

Bürgerhaus wird zur Stolperfalle

Bissedorf (awi). In loser Folge berichtet das Echo unter der Überschrift „Gut gemeint, schlecht gemacht" über Dinge, die Mitgliedern des Behindertenbeirats Wedemark aufgefallen sind. Heute erzählt Beiratsmiitglied Felix Günther, was ihm am Bürgerhaus in Bissendorf aufgefallen ist. „Das Bürgerhaus Bissendorf hat schon viele tolle Ansätze zur Barrierefreiheit- einen Fahrstuhl, alles ist ebenerdig, es gibt eine Hörschleife und es gibt ein gut ausgestattetes barrierefreies WC. Der Innenraum des Bürgerhauses ist für Menschen mit Behinderungen super ausgestattet, nur das Hineinkommen gestaltet sich manchmal ein wenig schwer. Da wären zum Beispiel die Eingangsstufen zum Bürgerhaus Bissendorf.
Auf den Stufen fehlen Sichtstreifen zur Kennzeichnung der Treppenstufen. Damit werden die Stufen für Menschen mit Sehbehinderung zur Stolperfalle. Zusätzlich wäre ein Treppengeländer in der Mitte der langen Treppe sinnvoll, damit auch Menschen mit Gehbehinderung aber ohne Rollstuhl oder Rollator die Stufen gut bewältigen können. Denn das Treppengeländer an der kleinen Treppe ist um zwei Stufen zu kurz. Blinde und geh-und sehbehinderte Menschen treten unweigerlich ins Leere, da sie davon ausgehen, dass am Ende des Geländers auch das Ende der Treppe ist. Dazu enden beide Aufgänge am Handlauf (rechts und links) an einem Blumenkübel."