Gymnasiasten entkusseln im Schwarzen Moor

Hegeringleiter Folke Hein (von links) und Biologielehrer Jürgen Kowahl mit den Schülern einer achten Klasse des Gymnasiums Mellendorf beim Entkusseln im Schwarzen Moor. Foto: B. Stache

Mellendorfer Schüler setzen sich aktiv für die Natur ein

Wedemark (st). „Darauf können wir ein wenig stolz sein, etwas für die Natur getan zu haben“, erklärte die dreizehnjährige Paula von Runnen am Dienstagvormittag im Schwarzen Moor bei Resse. Gemeinsam mit 29 Schülern ihrer achten Klasse des Gymnasiums Mellendorf hatte sie in Begleitung des Biologielehrers Jürgen Kowahl und des Schulpraktikanten Timo Luig am Entkusseln einer zirka ein Hektar großen Moorfläche teilgenommen. Mit Sägen, Äxten und Spaten machten sich die Schüler an die körperlich fordernde Arbeit. „Wir entkusseln hier den Birken- und Kiefernanflug, um die Beschattung des Moorkörpers zu verhindern und den moortypischen Pflanzen wieder Licht zu verschaffen“, erläuterte Hegeringleiter Folke Hein, der von den Hegering Wedemark-Mitgliedern Klaus Breitkopf, Nikolaus Thater, Nils Werner und Karl-Heinz Fricke unterstützt wurde. „Wir haben im Jahr 2005 erstmals mit Zustimmung der Grundstückseigentümer auf dieser Fläche mit Schülern des achten Jahrgangs den Baumbestand entnommen“, erinnerte sich Folke Hein. „Heute arbeiten wir auf einer Fläche der Region Hannover. Die Gymnasiasten sind fleißig dabei und dafür bedanke ich mich.“ Biologielehrer Kowahl begleitet die Zusammenarbeit mit dem Hegering seit nunmehr zehn Jahren. „Die Schüler hatten sich im Profilunterricht mit dem Thema Wald und Moor auseinandergesetzt und dabei unter anderem Totholz und Waldboden untersucht“, berichtete der Pädagoge. „Ich finde das total gut, heute hier praktische Arbeit zu leisten. Das Entkusseln stärkt den Teamgeist und passt gut zum Thema Wald und Bäume, das wir bisher nur theoretisch bearbeitet haben“, sagte die dreizehnjährige Gymnasiastin Celina Kennedy aus Lindwedel. Es sei mal etwas anderes, als im Unterricht zu sitzen und darüber zu reden, befand ihre Klassenkameradin von Runnen: „Hier sehe ich, was man alles für die Umwelt tun kann. Nicht nur darüber reden und erzählen, was man tun könnte, sondern es selbst machen.“ Zur Stärkung beim dreistündigen Entkusselungs-Einsatz im Schwarzen Moor hatten die Resser Jagdpächter das Grillen leckerer Bratwürste organisiert – außerhalb des Naturschutzgebietes.