Hähne krähen um die Wette

Stolz ist dieser Besitzer seines Hahnes. Foto: M. Rutkowski

Beim 46. Hähnewettkrähen liefern sich Hähne einen harten Kampf

Wiechendorf (mr). Am Mittwochvormittag, 1. Mai, hat der Rassegeflügelzuchtverein zum 46. Hähnewettkrähen auf dem Hof des Vereinsheim Schnehage eingeladen.
Die Tradition des Hähnewettkrähens fand in halbstündigen Intervallen statt, während denen gezählt wurde, wie oft die Hähne krähen. Derjenige Besitzer des Hahns, der am häufigsten innerhalb einer halben Stunde krähte, gewann am Nachmittag einen Preis. Neben Pokalen erhielten die Besitzer der besten Hähne Leckereien wie Schinken und Mettwürste. Dabei gab es einen Tagessieger und drei Sieger innerhalb drei unterschiedlicher Rassen: Hähne, Urzwerge und Zwerghühner. „Wie oft die Hähne krähen, hängt meist von ihrer Rasse ab. Wenn sie jedoch so wie hier nah beieinander sitzen, wollen sie sich meist gegenseitig behaupten.“, erzählt Frank Moll, 2. Schriftführer des Rassegeflügelzuchtvereins. Er ist bei dem Wettkampf Organisator, Beaufsichtiger und Zeitmesser. Nicht nur die Mitglieder des Vereins durften mit ihren Hähnen antreten. Kinder und Jugendliche konnten sich von den Züchtern der Vereine Hähne leasen und sie gegeneinander antreten lassen. Auch für sie gab es später eine Siegerehrung, bei der sie sich nacheinander Gewinne aussuchen durften. Neben der Hauptattraktion gab es ein breites Spiel- und Spaßprogramm für die jungen Gäste wie Kinderschminken, eine Hüpfburg, Glücksrad und Ponyreiten. Auch zwei kleine Außengehege mit Ziegen, Kaninchen und deren Nachwuchs weckten das Interesse der Kinder. Auch die Geburt von Hühnern und Hähnen konnte man hautnah miterleben. Als Familienaktivität fuhr man mit dem Trecker durch das Wiechendorfer Gelände. Auch der einjährige Border Collie Flip bewies mit seinem Herrchen Clemens Lippschuss, dass nicht nur die Hähne Talent besitzen. Als trainierter Hütehund führte er Enten geschickt an Hindernissen vorbei in einen Käfig. „Ich trainiere Flip seit einem halben Jahr. Meist üben wir mit Enten oder mit Schafen.“, erzählt Clemens stolz.
Beim 46. Hähnewettkrähnen mussten sich in diesem Jahr also die Hähne die Aufmerksamkeit mit vielen anderen Attraktionen teilen, die für Jung und Alt keine Langeweile zuließen und den ersten Mai bei all dem Sonnenschein noch schöner machten.