Hanna Frank gewinnt den Vorlesewettbewerb

Mellendorfs Grundschulleiter Thomas Wenzel (links) und die Fachkonferenzleiterin Deutsch, Anja Leue (rechts) mit der Siegerin des Vorlesewettbewerbs, Hanna Frank (von links), den Platzierten Mathea Kuschel und Leonard Minder und den Teilnehmern Marco Schneider, Justus Krämer und Leo Bogdahn. Foto: A. Wiese

Grundschule Mellendorf kombiniert Wettstreit mit lesefördernden Klassenaktionen

Mellendorf (awi). Vorlesewettbewerbe gibt es an den Grundschulen und den weiterführenden Schulen bereits seit vielen Jahrzehnten. In Zeiten, in denen die Schüler auch im Grundschulalter in der Regel mehr Zeit mit ihrem Handy oder Smartphone als mit der Nase in einem Buch verbringen, werden diese Wettbewerbe in den Schulen immer wichtiger. Denn zum einen motiviert der bevorstehende Wettbewerb, in dem ja vor dem Schulentscheid schon die Klassensieger ermittelt werden müssen, zum Üben, zum anderen merkt der eine oder andere Zuhörer, dass so eine Geschichte aus einem Buch ja doch ganz schön spannend sein kann und möchte vielleicht wissen, wie sie weitergeht. In der Grundschule Mellendorf wurde jedenfalls am Freitag der Vorlesewettbewerb der vierten Klassen ausgetragen und bevor es zur mit Spannung erwarteten Siegerehrung ging, gab es diesmal nach einem neuen Konzept der Fachkonferenzleiterin Deutsch, Anja Leue, lesefördernde Aktionen der drei vierten Klassen. So stellten Schüler der 4a in einem Interview zum Thema Lesen ihre Klassenlektüre „Fliegender Stern“ von Ursula Wölfel vor, erklärten was ein Lesetagebuch ist und warum ein Indianerdorf nicht unbedingt bedeutet, dass man im Klassenzimmer zeltet. Ada aus der 4b las den Zuhörern in der Aula aus dem Buch „Die Paulis“ vor. Vier Kinder aus der 4c führern das Vorlesetheater „Keiner will ins Tor“ vor und schließlich las Hanna aus der 4b noch aus dem Buch „Die unlangweiligste Schule der Welt vor“, wobei es um eine Klassenfahrt mit Hindernissen ging, bei der die Schüler auf einem Sofa in Gesellschaft des Försters und ihrer Lehrerin durch die Gegend fliegen.
Die Siegerehrung des Vorlesewettbewerbs förderte dann allerdings ein paar realere Kriterien für die Bewertung der sechs Teilnehmer zutage. Da ging es um Lesetempo, Textverständnis und Betonung, erläuterte Schulleiter Thomas Wenzel und beteuerte, dass alle sechs Teilnehmer, die sich zunächst in ihren Klassen qualifiziert hatten, ganz eng beeinander gewesen seien, so dass der Jury mit Anja Leute, Heike Bender und Stefanie Eger die Entscheidung wirklich schwer gefallen sei. Am Ende hieß die Siegerin dann Hanna Frank. Sie habe nicht nur sehr gut betont, sondern auch immer wieder vom Text aufgesehen und den Blickkontakt mit dem Publikum gesucht, lobte Wenzel. Hinter Hanna aus der 4b landete Mathea Kuschel mit nur einem Punkt Abstand auf dem zweiten Platz. Leonard Minder aus der 4b wurde Dritter. Die anderen drei Teilnehmer rangierte die Jury nicht mehr. Leo Bogdahn, Marco Schneider und Justus Krämer bekamen ihre Teilnehmerurkunden und alle sechs gemeinsam durften sich für das Gruppenfoto auf die Bühne stellen. Schulleiter Thomas Wenzel war voll des Lobes für die fleißigen Schüler, übrigens auch für die in den Zuschauerreihen, die konzentriert zugehört und so den reibungslosen Ablauf des Vorlesewettbewerbs überhaupt erst möglich gemacht hatten. Die Auflockerung des Wettbewerbs durch die Klassenaktionen und Vorführungen beziehungsweise Vorlesungen habe ihm außerordentlich gut gefallen, so der Schulleiter. Und so wird es voraussichtlich auch im nächsten Schuljahr den Vorlesewettbewerb nach dem neuen Konzept geben.