„Heinrich liest“ statt „Heinrich rennt“

Der Vorstand der Henstorf-Stiftung: (v.l.) Fritz Schöning, Susanne Brakelmann, Volkmar Biesalski, Gabriele Lust-Uphues, Andreas Weiner und Dieter Battmer. Foto: A. Wiese
 
Der Vorstand der Henstorf-Stiftung: (v.l.) Fritz Schöning, Susanne Brakelmann, Volkmar Biesalski, Gabriele Lust-Uphues, Andreas Weiner und Dieter Battmer. Foto: A. Wiese

Henstorf-Stiftung setzt im neuen Jahr neue Schwerpunkte

Bissendorf (awi). Auch im Jahr 2012 will die Henstorf-Stiftung wieder Kinder und Jugendliche sowie Institutionen, die mit diesen arbeiten, in Bissendorf fördern. Da sich der Vorstand der Stiftung aus Vertretern von Kirche, Schule und Politik zusammensetzt, läuft die Legislaturperiode des Vorstandes immer parallel mit der des Ortsrates und so standen jetzt auch im Stiftungsvorstand Wahlen an. Der Vorstand setzt sich aus Ortsbürgermeister Fritz Schöning und seiner Stellvertreterin Susanne Brakelmann als Vertreter des Ortsrates, Pastor Volkmar Biesalski und Dieter Battmer als Vertreter der Kirchengemeinde sowie Andreas Weiner und Gabriele Lust-Uphues als Vertreter der Grundschule zusammen. Zum Vorsitzenden wurde erneut Volkmar Biesalski gewählt. Sein Stellvertreter ist Andreas Weiner. Dem Vorstand gehört außerdem Fritz Schöning als stimmberechtigtes Mitglied an. Der Vorstand wurde zunächst für zwei Jahre gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich. Volkmar Biesalski betonte, er freue sich über die Kontinuität in der Zusammensetzung des Stiftungsvorstandes in den letzten zehn Jahren, wenn dieser auch manchmal nur zweimal im Jahr tage. Für das Jahr 2012 kündigte Biesalski wieder viele Aktionen an und wies auf einen Mottowechsel hin: Ab sofort lautet das nicht mehr „Heinrich rennt", sondern „Heinrich liest". Fritz Schöning habe sich für die Leseförderung stark gemacht. Ein Förderprogramm speziell für Bissendorf stehe in den Startlöchern. Der zweite Schwerpunkt wird die Musikförderung sein. Die Henstorfstiftung habe sich bisher in der Musikförderung engagiert, berichtete Andreas Weiner. So habe man im letzten Jahr die Grundschule bissendorf bei der Beschaffung von Musikinstrumenten unterstützt und zudem einer Familie den privaten Musikunterricht für ihre Kinder finanziert. „Wir halten Musikunterricht für wesentlich für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen", strich Weiner heraus. Die Henstorf-Stiftung wolle dazu durch die Förderung von Institutionen, aber auch durch Einzelförderung aus sozialen Gründen und zur Förderung von Talenten beitragen. Daher werden Grundschule und Kindertagesstätten in Bissendorf auch weiterhin finanzielle Mittel erhalten, um ihr Angebot im Bereich der Musik zu erweitern. Das kann die Beschaffung oder Reparatur von Instrumenten oder die Sicherstellung eines Unterrichts-Angebots sein. In der Einzelförderung vergibt die Henstorf-Stiftung nach Prüfung 500 Euro je Jahr und Familie als Stipendium. Bei der Vergabe spielen sowohl soziale Asprekt als auch solche des Engagements und des Erfolgs eine Rolle. Für die Antragstellung, die bei der Stiftung zweimal im Jahr, jeweils zur Mitte und zum Ende des Jahres erfolgen kann, ist daher die Stellungnahme einer anerkannten Person – das kann der Musiklehrer sein – erforderlich. Um Kinder und Jugendliche in Bissendorf in gewohnter Weise mit Zuschüssen unterstützen zu können, würde sich der Stiftungsvorstand auch weiterhin über Zustiftungen zur Erhöhung seines Kapitals freuen, denn bekanntlich können zur Förderung lediglich die Zinserträge verwendet werden. Diese lagen auf Grund des aktuellen Zinssatzes nur nochknapp über 10.000 Euro im vergangenen Jahr. Auch in 2011 nutzte die Stiftung jedoch außer den Zinserträgen auch Einnahmen aus Pacht und Spenden für die Förderung.