Heinz Bösler seit 50 Jahren in der Feuerwehr

Bennemühlens Ortsbrandmeistermeister Ralf Prüser (r.) sowie Gemeindebrandmeister Michael Hahn (v.l.) und sein Stellvertreter Klaus Stoll gratulieren Matthias Wessel, Werner Kaluza und Heinz Bösler zu ihrem langjährigen Engagement in der Feuerwehr. Foto: S. Birkner

Bennemühlener Wehr veranstaltet erfolgreiches Wintervergnügen

Bennemühlen (sb). Jahreshauptversammlungen können ziemlich ermüdend sein. Eine manchmal endlos erscheinende Liste von Tagesordnungspunkten muss abgearbeitet und alle Aspekte genauestens durchgesprochen werden. In der Freiwilligen Feuerwehr Bennemühlen besteht allerdings grundsätzlich keine Gefahr, die Jahreshauptversammlung könnte zu einer kräftezehrenden Angelegenheit werden: Schon der Name „Wintervergnügen“ verrät, dass es vielmehr um Geselligkeit und ermunternde Worte als um straffe Tagesordnungen und hitzige Diskussionen geht. Letztere waren nämlich bereits im Anschluss an den jüngsten Dienst abgehandelt worden.
Und so erschienen Ehrungen für langjährige Treue am vergangenen Sonnabend keinesfalls als einer von vielen lästigen Tagesordnungspunkten. Die freundschaftliche, fast schon gemütliche Atmosphäre in der Versammlung unterstrich den besonderen Charakter derartiger Auszeichnungen.
Einer der Profiteure dieser warmen Inszenierung im Gasthaus Himmel und Ääd war in diesem Jahr der Bennemühlener Heinz Bösler. Der Alterskamerad wurde von Gemeindebrandmeister Michael Hahn für 50-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt. Eine besondere Auszeichnung wurde auch Werner Kaluza zuteil. Er zählt seit beachtlichen 40 Jahren zur Feuerwehr und erlebt dieses Jubiläum als aktiver Kamerad. Matthias Wessel konnte ebenfalls Glückwünsche des Gemeindebrandmeisters entgegennehmen: Er ist seit 25 Jahren aktives Mitglied der Feuerwehr. Die Bennemühlener Wehr zählt derzeit 19 Aktive, acht Alterskameraden und 51 fördernde Mitglieder. Ortsbrandmeister Ralf Prüser erinnerte daran, dass die Belastung für die Kameraden trotz der relativ niedrigen Einsatzzahl sehr hoch sein kann. Er erinnerte an einen Einsatz auf der K104, bei dem eine Person ihren schweren Verletzungen erlag. Hahn erinnerte an dieser Stelle an das Konzept der Notfallseelsorge. Mit den Worten „auch Helfer brauchen Hilfe“ ermutigte er die Kameraden dazu, sich dieser anzunehmen. Er sprach sich in seinem Grußwort außerdem für den Wiederaufbau einer aktiven Jugendfeuerwehr in Bennemühlen aus. In Vertretung von Gemeindebürgermeister Tjark Bartels war Mona Achterberg zu dem Treffen erschienen und lobte das Engagement der Freiwilligen. Es sei erstaunlich, dass die Bennemühlener Wehr in erster Linie für Sicherheit sorgt und es nebenbei trotzdem schafft, den Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft zu fördern, sagte sie. Für diese integrative Funktion der Kameraden gibt es zahlreiche Beispiele: Die Wehr leistete ihren Beitrag zum aktiven Dorfleben im vergangenen Jahr beispielsweise beim Osterfeuer, bei einem Laternenumzug oder mit dem alljährlichen Adventskaffeetrinken. Bennemühlens Ortsbürgermeisterin Rosemarie Spindler bezeichnete das Engagement der Kameraden als „erstaunlich“. Prüser sagte, dass es für das laufende Jahr Überlegungen gibt, die im Sommer anstehenden Gemeindewettkämpfe anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Bennemühlener Wehr in der Ort zu holen. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.