Heizungsanlage in der Brelinger Kirche defekt

Küster Werner Dybek darf die defekte Heizungsanlage in der Brelinger Kirche nur vor den großen Weihnachtsgottesdiensten laufen lassen. Warnmelder überwachen, dass keine Abgase in die Kirche gelangen. Foto: F. Bernstorf

Für Weihnachtsgottesdienste muss die Kirchengemeinde improvisieren

Brelingen. Die Kirchengemeinde Brelingen muss improvisieren, damit die stark besuchten Weihnachtsgottesdienste in diesem Jahr in der Kirche stattfinden können. Die Heizungsanlage in der Kirche ist defekt und kann nicht so ohne weiteres kurzfristig repariert werden. Für den Einbau einer neuen Anlage ist die Kirchengemeinde auch auf Spenden angewiesen. Bei einer turnusmäßigen Wartung der Heizungsanlage haben Techniker vor einigen Wochen festgestellt, dass sich in der Brennkammer Risse gebildet haben. Durch diese Risse könnten giftige Abgase austreten, die über die Warmluftkanäle direkt in das innere der Kirche gelangen können. Das Wartungsunternehmen legte dem Kirchenvorstand nahe, die Heizungsanlage still zu legen.
Der Kirchenvorstand hat sich umgehend um eine Lösung bemüht. Die ließ sich aber nicht so leicht finden, wie die Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Marion Bernstorf, feststellen musste. Ersatzteile gibt es für die Anlage nicht mehr und eine neue Heizungsanlage für das fast 600 Quadratmeter große Kirchengebäude steht bei keinem Heizungsbauer fertig im Regal. Da die defekte Anlage mehrere Jahrzehnte alt ist, muss für die neue Heizung eine gründliche Planung vorausgehen. Die Anlage muss so ausgelegt werden, dass sie einerseits den Kirchenraum aufheizen kann, andererseits aber dies so behutsam tut, dass die Kirchenorgel keinen Schaden nimmt. „Die Experten der Landeskirche haben uns darauf hingewiesen, dass ein zu schnelles Aufheizen und ein ebenso schnelles Auskühlen der Kirche erheblichen Schaden an der Orgel verursachen können“, erläutert dazu Marion Bernstorf. Die weitere Planung begleitet der Bauausschuss des Kirchenvorstandes unter der Leitung von Pastorin Debora Becker.
Der Einbau einer neuen Heizungsanlage kann also erst im Frühjahr 2019 vorgenommen werden. Die Anlage muss aus mehreren Komponenten zusammengestellt werden und kostet bei dieser Größe nach vorsichtigen Schätzungen etwa 63 000 Euro. „Wir haben in den vergangenen Jahren zwar Rücklagen gebildet, aber die reichen bei weitem nicht, um dieses Großprojekt zu finanzieren“, sagt Marion Bernstorf. Darum hat sie im Namen des Kirchenvorstandes vor einigen Tagen einen Spendenaufruf an die Mitglieder der Kirchengemeinde in Brelingen, Negenborn und Oegenbostel geschickt.
Damit die Gottesdienste am Heiligen Abend in der Kirche stattfinden können, haben Marion Bernstorf, Pastorin Debora Becker und Architektin Heike Meinheit in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Bezirksschornsteinfeger eine befristete Lösung gefunden. Überwacht von empfindlichen Messgeräten kann die Kirche vor den Gottesdiensten mit der defekten Heizungsanlage aufgeheizt werden. Während der Gottesdienste wird die Heizung dann ausgeschaltet. Die normal besuchten Gottesdienste finden derzeit im benachbarten Gemeindesaal statt.
Der Kirchenvorstand freut sich, wenn auch Nichtmitglieder der Kirchengemeinde die Spendenaktion unterstützen. Sie können Überweisungen vornehmen an die Kirchengemeinde St. Martini Brelingen auf das Konto mit der IBAN DE 83 5206 0410 0600 0060 76 mit dem Verwendungszweck Heizung Kirche Brelingen.