Hellendorf feiert Mini-Schützenfest

Ortsbürgermeister Carsten Wandke (von links), Major Steffen Rohwedder, Oberstabsfeldwebel Thomas Dikty und Schützenvereinsvorsitzender Hartmut Pflüger beim Erinnerungsfoto „35 Jahre Patenschaft“. Foto: B. Stache
 
Schützenvereinsvorsitzender Hartmut Pflüger (von links) mit Schützenkönigin Kirstin Stenzel, Kinderkönig Marcel Ladzinski, Kaiser-Pokal-Sieger Carsten Wandke, Jugendkönigin Rike Buhrmester und Gewinner des Dorfgemeinschaftspokals Niklas Prüser. Foto: B. Stache

35 Jahre Patenschaft mit Feldjägern aus Hannover feierlich erneuert

Hellendorf (st). Ob ein Tag oder drei Tage Schützenfest, Hauptsache es wird gefeiert, lautete die Einschätzung von Kreisoberschützenmeisterin Birgit Gräfenkämper am Sonntag beim Schützenverein Hellendorf. Dieser hatte sich in diesem Jahr für ein eintägiges Fest entschieden. Ortsbürgermeister Carsten Wandke brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass trotz der „Miniversion“ der Schützenausmarsch Teil des Festprogramms geblieben war. Der 83 Mitglieder zählende Schützenverein Hellendorf wird im kommenden Jahr sein einhundertjähriges Bestehen feiern – dann wieder mit einem großen Fest. „Wir hoffen, dass wir bis zu unserem Jubiläum in 2020 noch auf die Mitgliederzahl 100 kommen“, erklärte Schriftführer Wilhelm Balke. Das diesjährige Schützenfest begann mit dem traditionellen Frühstück im Dorfgemeinschaftshaus. Küchenmeister Thomas Lumm aus Resse hatte für die 134 Gäste wieder einmal ein leckeres Frühstück zubereitet. Schützenvereinsvorsitzender Hartmut Pflüger konnte bei seiner Begrüßung auch 22 Soldaten der Patenkompanie Feldjägerdienstkommando Hannover (3./FJgRgt 2) begrüßen. Sie waren unter Führung ihres Kompaniechefs Major Steffen Rohwedder und des Kompaniefeldwebels Oberstabsfeldwebel Thomas Dikty zum Schützenfest gekommen. „Unsere Patenschaft besteht seit 1984 – mit sechs Jahren Probezeit davor“, erklärte der Kompaniefeldwebel. „Ich bin beeindruckt, dass unsere Patenschaft über 35 Jahre und drei Feldjägerverbände gehalten hat. Wir werden gerne auf die 50 Jahre zusteuern“, ergänzte der Kompaniechef. Ortsbürgermeister Carsten Wandke erinnerte an die Anfänge dieser Patenschaft mit Hellendorf. Er erwähnte auch die drei anwesenden Gründungsmitglieder Stabsfeldwebel a. D. Peter Pooch, Joachim Schmidtke und Uwe Röstel, der extra aus Berlin angereist war. Zum feierlichen Anlass wurden die Patenschaftsurkunden zur Erinnerung an „die seit dem 25. Juli 1984 gewachsene fünfunddreißigjährige Patenschaft“ ausgetauscht. „Die vorhandenen partnerschaftlichen und kameradschaftlichen Verbindungen zwischen der Ortschaft Hellendorf und den Hannoveraner Feldjägern insbesondere im sportlichen und gesellschaftlichen Bereich weiter auszubauen und zu vertiefen“ ist auf den beiden Urkunden verbrieft. Zusätzlich wurde ein Silberteller des Ortsrats an die Feldjäger übergeben. Vor der Proklamation ehrte Birgit Gräfenkämper den Schützenbruder Horst Koch für seine 60-jährige Vereinszugehörigkeit. Er habe 19 Jahre Vorstandsfunktionen innegehabt, das Vereinswappen entworfen und die Pläne für das Schützenhaus gemacht. Hartmut Pflüger und Jugendwart Lars Kruse wurde bei der Proklamation der Könige von Kirstin Stenzel unterstützt. Kinderkönig 2019 ist Marcel Ladzinski, vor Lena und Hanna Friederici. Über den Titel Jugendkönigin durfte sich Rike Buhrmester freuen, gefolgt von Mareen und Svenja Lange. Das Pokalschießen der Bundeswehr gewann Feldwebel Malte Jahn, Gefreiter Lena Bödecker wurde Zweite, Stabsunteroffizier Maike Wittek Dritte. Die Patenschaftsscheibe errang Hartmut Pflüger, gefolgt von Luka Prüser und Malte Jahn. Der Dorfgemeinschaftspokal ging an Niklas Prüser, Hendrik Pflüger belegte Platz zwei und Kirstin Stenzel den dritten. Beim Kaiser-Pokal-Schießen konnte Carsten Wandke das beste Ergebnis vorweisen, ihm folgten Fynn und Hartmut Pflüger. Die Volksscheibe errang Gerrit Petermann vor Detlef Märtens, Nele Buhrmester und Meinhard Scheufler. Königskette und Königsscheibe erhielt Schützenkönigin Kirstin Stenzel. Sie hatte beim Schießen um die Königswürde 2019 Fynn Pflüger, Niklas Prüser, Hendrik Pflüger und Lars Kruse auf die Plätze verwiesen. Unter den Klängen des Spielmannszugs Sarstedt ging es nach der Proklamation zum Annageln der Königsscheiben durch den Ort.