Hellendorf will auch ein Stück vom Kuchen

CDU lud VDSL-Interessierte zur Infoveranstaltung ein

Hellendorf. Mit gut 45 Personen, darunter auch einige Jugendliche, war die von der CDU initiierte Informationsveranstaltung zum Thema DSL am Donnerstagabend im Gasthaus Karsten-Meier in Hellendorf gut besucht, vor allem durch sehr fachlich versierte Besucher, was durch die lange Zeit der Nachfragen nach den Vorträgen deutlich wurde. Nachdem Wedemarks Wirtschaftsförderer Carsten Niemann auf Wunsch der Organisatoren zum Einstieg etwas über die Ausgangssituation 2010 und die daraufhin erfolgte Projektarbeit inklusive der Realisierung der Ausbaugebiete 1 und 2 erläutert hatte, führte htp-Geschäftsführer Thomas Heitmann insbesondere die technischen Details und die letztlich für Hellendorf möglichen Ausbaumaßnahmen aus, bevor, wie erwähnt, eine lange Fragerunde sich anschloss, bei der auch Dirk Rapke und Georg Jäger vom Telecom Service Center fachlich keine Antworten schuldig blieben. Alles in allem eine sehr positive und informative Veranstaltung mit dem klaren Ziel der Anwesenden, sich entsprechend den erklärten Vorgaben von htp für den Ausbau in Hellendorf zu engagieren, um die geforderten 170 Interessenbekundungen bis zum 31. August diesen Jahres zusammenzubekommen.
Heitmann versprach dafür, dann im Herbst/Winter 2012 die Detailplanung und notwenigen Abstimmungen zu veranlassen, damit nach der Frostperiode gleich im Frühjahr 2013 ein Ausbau erfolgen könne. Möglich ist das kurzfristige Engagement von htp dadurch, dass htp mit einer „Hauptleitung“ unter der L190 genau durch Hellendorf hindurchläuft. Darüber hinaus sind zwei von drei Kabelverzweigern direkt an der L190, ein weiterer KVZ „am Berggrund“, insofern eine „überschaubare“ Maßnahme, wobei aber alle drei KVZ dann mit VDSL-Sheltern überbaut werden und damit aufgrund der Größe von Hellendorf und dem Zuschnitt der von den jeweiligen KVZs versorgten Gebiete zu erwarten sein dürfte, dass überall 40 bis 50 MBit erreichbar wären. Es wurde darüber hinaus noch deutlich gemacht, dass es die Glasfaser ist, die an die KVZs muß, um einen Ort zukunftsfähig zu machen. Insofern kommt es zunächst nicht darauf an, was der jeweilige Internetnutzer aus Hellendorf gerade aktuell an Bandbreite benötigt, sondern dass für die Zukunft jederzeit die Möglichkeit zu individuellen Bandbreitenanpassung besteht. Dies eben geht nicht über die bestehenden Erdkabel (mit eben der physikalischen Dämpfung) von der Hauptvermittlungsstelle in Mellendorf zu den KVZ nach Hellendorf, sondern nur durch die Möglichkeit, dass Glasfaser an den KVZs anliegt. Für die Zukunft kann dann, sollten mal 40 bis 50 MBit nicht mehr reichen, in den Schaltschränken dann Module erneuern, die wichtige Glasfaserinfrastruktur liegt jedoch dann bereits bis an den letzten Verteilerknoten (KVZ) im jeweiligen Siedlungsgebiet. Heitmann untermauerte diese Notwendigkeit erneut mit den bekannten Darstellungen der Bandbreitenentwicklungen der letzten Jahre nebst Ausblick in die Zukunft. Vor der Sitzung gab es bereits einige Rückläufe aufgrund des Engagement des Veranstalters CDU Hellendorf. Mit den noch in und nach der Sitzung abgegebenen Interessenbekundungen dürften nach vorsichtigem Überschlagen und ohne Klärung von Dubletten bereits 50 bis 60 Interessenbekundungen vorliegen! Die Gemeinde Wedemark wird bis zum 31. August im wöchentlichen Turnus die Rückläufe auf der Gemeindehomepage veröffentlichen, um in gewohnter Manier die Bevölkerung über den aktuellen Stand zu informieren, sagte Carsten Niemann zu. Heitmann zeigte sich von den bisherigen Rückläufen hoch erfreut und bat die Anwesenden, trotz Urlaubszeit so schnell wie möglich die erforderlichen 170 Interessenbekundungen zusammenzubekommen, htp ist aktuell in der Ressourcenplanung für 2013, sodass eine möglichst frühe Klärung notwendig ist, um tatsächlich Anfang 2013 die Baumaßnahme in und für Hellendorf einzuplanen/umzusetzen. Wichtig für htp ist Hellendorf nach Aussage von Geschäftsführer Heitmann ferner deswegen, weil nunmehr erstmals ein bisher als „relativ gut“ versorgter Bereich optimiert/überbaut werden soll. Also, je besser sich Hellendorf schlägt, umso eher dürfte ein Engagement von htp in anderen Wedemärker Ortslagen realistisch oder zumindest besser verhandelbar sein, ist Wirtschaftsförderer Niemann überzeugt. Ortsbürgermeister Hartmut Pflüger erklärte, er werde das Thema über den Ortsrat, alle Parteien, Vereine und Akteure in Hellendorf kommunizieren, um eine möglichst hohe Breitenwirkung zu erzielen.