Heudamm jetzt komplett gesperrt

Eine Durchfahrt vom Kreis Celle aus in die Region Hannover ist auf dem Heudamm ab sofort nicht mehr möglich. Foto: Realverband Elze

Realverbände haben bis zu 400 Fahrzeuge täglich gezählt

Elze/Meitze (awi). Ende November hatten die drei Realverbände Fuhrberg, Elze und Meitze die Sperrung des Heudamms angekündigt, jetzt haben sie – mit etwas Verspätung zur ursprünglichen Planung – ernst gemacht. Der Heudamm führt aus Fuhrberg bis zur Kreisgrenze Celle, dort gibt es die Kreisstraße K 5, die in Wietze und Wieckenberg als Sackgasse ausgewiesen ist. Die Kreisstraße ist natürlich für jedermann befahrbar. Leider wird aber das Sackgassenschild von vielen Autofahrern ignoriert, sie fahren über die Kreisgrenze hinweg auf den Heudamm. Dies ist illegal, denn hier handelt es sich um einen Privatweg, der für Kraftfahrzeuge gesperrt ist, betont Heinz-Werner Reichenbach, Vorsitzender des Realverbandes Elze. Die Realverbände haben sich vor Jahren bereit erklärt, ihre Wege als Radwege ausweisen zu lassen, deshalb haben sie auch die Verkehrssicherungspflicht für diese Wege. Mit den Reparaturmaßnahmen an den Wegen kommen die drei Verbände aber gar nicht so schnell hinterher, wie sie dann wieder kaputt gefahren werden. Die schmalen Wege sind für den landwirtschaftlichen Verkehr ausgelegt und nicht für Gegenverkehr. Der Seitenraum ist aber nicht befestigt und stellt deshalb ein Problem dar. Für Radfahrer sind die Pkws auf diesen Wegen ebenfalls ein Ärgernis, denn die Wegbreite reicht auch hier nicht für beide aus.
Die Eigentümer der Wege kündigten Ende letzten Jahres an, ihre Wege jetzt auch von der Region Hannover aus als Sackgassen auszuweisen und am Übergang des Heudammes zur Kreisstraße K 5 eine Absperrung zu errichten. Am Mittwoch haben die drei Realverbände die komplette Sperrung des Heudammes vollendet. Etliche Radfahrer, die während der Montage der Verkehrsschilder und der Absperrpfosten, vorbei radelten, waren hocherfreut, dass jetzt der Pkw-Verkehr eingedämmt wird, berichtet Reichenbach. Nur noch Landwirte, Rettungswagen und Feuerwehr können mit einem Spezialschlüssel die Pfosten umklappen, um dann durch die Absperrung fahren zu können. „Es waren 300 bis 400 Fahrzeuge, die täglich diesen Schleichweg illegal benutzt haben. Es ging morgens um 5 Uhr los und endete gegen 23 Uhr in der Nacht. Es war eine große Belastung für das Wild in diesem Naturraum und für die Anwohner des Heudammes in Fuhrberg. Aber auch in Meitze fuhren viele Pendler zur Auffahrt der A7 in Gailhof", schildert der Elzer Realverbandsvorsitzende. Die Mitglieder der drei Realverbände gehen davon aus, dass die Kosten für diese Maßnahme sich, durch geringere Reparaturkosten an den betroffenen Wegen, schnell amortisieren. Zusätzlich wurden am Heudamm und von Wieckenberg an der K5 Sackgassenschilder aufgestellt, damit Autofahrer rechtzeitig erkennen können, dass eine Durchfahrt nicht mehr möglich ist.