Hinterhältige Falle für Motorradfahrer

Mit diesem gefährlichen Metallteil, das nach Ansicht der Polizei schon recht professionell hergestellt wurde, hat ein Unbekannter eine getarnte Falle für Motorradfahrer auf einem Feldweg in der Nähe der Autobahn bei Berkhof konstruiert und sie mit langen Nägeln im Erdreich verankert. Wer kann der Polizei Hinweise dazu geben?

Polizei ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und bittet um Hinweise

Berkhof (awi). Da hört der Spaß auf: Ein Unbekannter hat auf einem Feldweg in der Nähe der Autobahn 7 bei Berkhof eine fiese Falle für Motorradfahrer konstruiert. Dass nichts passiert ist, ist lediglich ein glücklicher Zufall. Enduro-Fahrer Markus Kraege entdeckte die Konstruktion, getarnt unter Moos und Zweigen gerade noch rechtzeitig, weil er bei einer Probefahrt mit der Geländemaschine extrem langsam unterwegs war. Jetzt ermittelt die Polizei wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und fragt: Wer kann Hinweise geben, wo das ungewöhnliche
Metallteil mit den messerscharfen Zacken hergestellt wurde?
Mit langen Erdnägeln war es im Waldboden verankert und abgedeckt. „Höchstens einen Zentimeter ragten die Spitzen noch heraus. Glücklicherweise ist mein Blick für ungewöhnliche Dinge durchs Geocaching geschult“, sagte Markus Kraege im Gespräch mit dem ECHO. Der Inhaber von SK-Bikes war am Wochenende mit der Geländemaschine auf einer Probefahrt unterwegs und benötigte dafür eine unebene Strecke. Daher hatte er den Weg gewählt, der hinter der Sandkühle nach der Brücke über die Autobahn bei Berkhof in den Wald richtung Contidrom führt. Weil ihm frische Müllablagerungen im Wald aufgefallen seien, sei er schon langsamer gefahren, so Kraege, dann habe er etwa 150 Meter weiter direkt in der Motorradspur die verdächtigen Spitzen blitzen sehen. „Ich war so geschockt und hatte Angst, dass der nächste Motorradfahrer reinfährt, darum habe ich das Teil losgemacht, mitgenommen und die Polizei verständigt“, so Kraege. Die Beamten nahmen die Stelle anschließend in Augenschein, konnten aber weiter nichts Verdächtiges entdecken. Jetzt laufen die Ermittlungen. „Ansatz ist für uns vor allem die Herstellung des ungewöhnlichen Metallteiles. Es sieht so aus, als sei es eigens für diesen Zweck gefertigt worden, möglicherweise mit Lasertechnik, denn die Zacken sind sehr gleichmäßig“, so Oberkommissar Thomas Lesemann vom Kriminalen Ermittlungsdienst im Mellendorfer Kommissariat. Auch er betont ausdrücklich, dass es sich hier nicht um ein Kavaliersdelikt handelt, unabhängig davon, ob Motorradfahrer diesen Weg offiziell nutzen dürfen oder nicht. Die gefährliche Falle hätte auch bei Moutainbikern, Reitern oder Fußgängern zu Verletzungen führen können, so Lesemann. Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 97 70 entgegen. Zusammenhänge mit über den Weg gespannten Schnüren bei Berkhof vor einigen Jahren würden geprüft, so die Polizei.