Historisches in der Vitrine im Bürgerhaus

Annemarie Buschbaum, Susanne Brakelmann und Helmut Dohnke bestückten gestern Morgen die Vitrine des Verschönerungsvereins im Keller des Bürgerhauses mit historischen Gegenständen aus Scherenbostel. Foto: A. Wiese

Verschönerungsverein möchte wechselnde Ausstellungen aus den Dörfern zeigen

Bissendorf (awi). Chronistin Annemarie Buschbaum, Ortsbürgermeis-
terin Susanne Brakelmann und Helmut Dohnke vom Verschönerungsverein experimentierten ges-tern vVormittag mit alten Bügeleisen, Ondulierschere, Butterformen und Griffelkästen: Die Vitrine des Verschönerungs- und Naturschutzvereins im Bürgerhaus in Bissendorf, die dieser aus Spendengeldern des Realverbandes angeschafft hat, ist jetzt für das nächste halbe Jahr mit historischen Haushalts- und Schulgegenständen, Schriften und Fotos aus Scherenbostel, Schlage-Ickhorst und Wiechendorf bestückt. Annemarie Buschbaum hatte sie im Rahmen ihrer Recherchen für die Chroniken Scheren-
bostel und Wiechendorf zusammengetragen. Alle halbe Jahr soll diese Ausstellung von einem anderen Dorf der Wedemark bestückt werden, wünschen sich die Organisatoren und freuen sich schon jetzt auf Vereine aus Ortsteilen der Wedemark, die sich für Dezember anmelden. Ihren Standort hat die Vitrine im Keller des Bürgerhauses auf dem Flur vor dem Sanitärtrakt. Die Wand daneben soll demnächst mit Zeichnungen und kommentierten Fotos aus dem Archiv des Ortschronisten Dr. Hellmuth Hahn die Geschichte des Bürgerhauses dokumentieren. „Wir hätten uns lieber einen Standort im Foyer gewünscht“, berichtete Susanne Brakelmann beim Pressetermin vor der Vitrine gestern Vormittag. Sie steht schon seit zwei Jahren an ihrem Standort. Darin waren jedoch bisher nur ein paar Leihgaben des Heimatmuseums zu sehen. Ab jetzt soll sie wechselnde Ausstellungen aus den Ortsteilen zeigen und durch die Dokumentation der Geschichte des Bürgerhauses komplettiert werden. Der Verschönerungsverein habe angefragt, ob beides nicht auch im Foyer untergebracht werden könnte, vielleicht dort, wo schon seit fünf Jahren das Wedemark-Puzzle stehe. „Wir haben jedoch vom Bürgermeister eine klare Absage erhalten“, bedauerte Brakelmann, die sich das Gemeinde-Puzzle auch sehr gut im neuen Rathaus vorstellen könnte. „Doch es hieß, Vitrine und Dokumentation passten archtektonisch und stilis-
tisch nicht in das Foyer des Bürgerhauses. Wir haben jetzt die Planungen für die lange Flurwand im Keller aufgenommen“, so Brakelmann.