Hochkarätig und unterhaltsam

Fünf Musikstudenten gestalten als Magenta Brass das Neujahrskonzert in Brelingen: Torben Pannen (von links), Matthias Messmer, Steffen Schulte, Jonas Kruse und Simon Weymann. Foto: B. Stache
 
Torben Pannen (Trompete, von links), Matthias Messmer (Horn), Steffen Schulte (Tuba), Jonas Kruse (Posaune) und Simon Weymann (Trompete) gestalten als Magenta Brass das Neujahrskonzert der St.-Martini-Kirchengemeinde Brelingen. Foto: B. Stache

Magenta Brass dankt begeistertem Publikum beim Neujahrskonzert in Brelingen mit zwei Zugaben

Brelingen (st). Klaus Mencke, Vorsitzender des Orgelbauvereins, begrüßte am Sonntagnachmittag die zahlreichen Gäste zum Neujahrskonzert der St.-Martini-Kirchengemeinde Brelingen. Unter dem Motto „A Brass Menagerie“ gestalteten fünf Studenten der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover als Blechbläserquintett „Magenta Brass“ das unterhaltsame Programm. Was die beiden Trompeter Torben Pannen und Simon Weymann, Matthias Messmer (Horn), Jonas Kruse (Posaune) und Steffen Schulte (Tuba) an musikalischer Unterhaltung boten, war hochkarätig. Sie bewiesen von Beginn an ihr ganzes Können im Umgang mit den Blasinstrumenten: exakter Umgang mit komplexer Rhythmik, starker Klangkultur und guter Intonation. Dieses besondere Spielvermögen zog sich durch das gesamte Konzert. Zur Eröffnung spielten „Magenta Brass“ die Mini Ouvertüre des polnischen Komponisten und Dirigenten Witold Lutosławski – ein modernes und schwungvolles Stück, das nicht allen Konzertbesuchern vertraut klang. Im weiteren Verlauf widmeten sich die jungen Musiker insgesamt drei Mal der Liebes-Ballettoper „Les Indes galantes“ des französischen Komponisten Jean-Philippe Rameau. Torben Pannen hatte die Stücke für das Quintett arrangiert. Schon mit der „Ouverture“ erfüllten die fünf Musikstudenten das Kirchenschiff mit sattem Sound, für den es begeisterten Beifall gab. Es folgte „A Brass Menagerie“ von John E. Cheetham. Welche Tiere der Amerikaner Cheetham bei der Vertonung des Stücks im Sinn hatte, ist nicht bekannt. Das lasse Raum für eigene Gedankenspiele der Zuhörer, wurde dazu erklärt. Jonas Kruse und Matthias Messmer hatten die Moderation übernommen. Einen musikalischen Leckerbissen, sehr harmonisch vorgetragen, boten die fünf Blechbläser ihren Zuhörern mit „Les Incas du Pérou“ aus der Rameau-Oper. Als europäische Erstaufführung wurde anschließend „A Flying Circus“ von David J. Colson angekündigt. Ein Stück, das sich mit seinen schrillen Tönen an eine Flugshow mit herumwirbelnden Kleinflugzeugen erinnert – ein Flying Circus eben! Zwischendrin gab es aber auch Abschnitte voller Harmonien, die ein Bild von den Flugzeugen erlaubten, die in ruhigen Bahnen ihren Weg Richtung nächtlichem Horizont nehmen. Zum Abschluss der Darbietungen aus der Oper „Les Indes galantes“ gab es „Chaconne“, einen stimmungsvollen Tanz. „Betreten Sie mit uns das Zirkuszelt von Clint Needham“, lautete die Einladung zum Abschlussstück beim Neujahrskonzert. „Needham kokettiert in seinem Stück ´Circus` mit trivialen Ideen, die kunstvoll ins Groteske verkehrt werden“, beschrieb Torben Pannen das Vorgetragene. Nach lang anhaltendem Applaus gab es noch zwei Zugaben: das temperamentvolle „Be a Clown“ von Cole Porter und die getragene Filmmusik „Send in the Clowns“ von Stephen Sondheim – ganz zur Freude des begeisterten Publikums. Orgelbauvereinsvorsitzender Klaus Mencke hatte bei seiner Begrüßung auf eine weitere Veranstaltung in der St.-Martini-Kirche hingewiesen. Dort tritt im Rahmen von WinterJazz Brelingen am Sonnabend, 9. Februar, um 20 Uhr das Bürgel & Burckhardt Quartett auf. In Verbindung mit diesem Konzert findet ein Workshop für Jugendliche und Erwachsene statt, dessen Ergebnisse die Teilnehmer gemeinsam mit Bürgel & Burckhardt während des Konzerts vortragen werden. Interessenten für den Workshop können sich per E-Mail anmelden unter konzerte.in.st.martini@gmail.com.