Höchste Zeit für eine IGS

Die IGS-Initiative fordert eine Schule für alle. Foto: Ch. Braun

Zweites Gymnasium oder Integrierte Gesamtschule

Heidekreis. Ein zweites Gymnasium für Walsrode oder doch für den Landkreis eine Integrierte Gesamtschule (IGS) ? Die IGS-Initiative aus Schülern, Lehrkräften und GewerkschaftsvertreterInnen präsentierte ihre Forderung nach einer Schule für aDie lle anlässlich eines schulpolitischen Treffens von. BürgermeisterInnen, Kreistagsfraktionsvorsitzenden, Schulleitungen, Kreiselternrats- und KreisschülerInnenratsvorsitzenden mit dem regionalen Landesamtes für Schule und Bildung. IGS-Lehrerin Anja Keiten machte in Gesprächen mit PolitikerInnen deutlich, dass pro Jahr im Heidekreis 300 SchülerInnen in niedrigere Schulformen abgeschult werden und auch die Zahl der Sitzenbleibenden sei hoch. „Die IGS als eine Schule für alle, kennt diese Probleme nicht," erklärt der ehemalige Schulelternratsvorsitzende der IGS Hannover-Linden, Charly Braun, "denn die SchülerInnen bleiben im Klassenverband und das ist gut, weil junge Menschen immer mal wieder leistungsstarke und leistungsschwache Phasen haben. So werden sie in jeder Situation aufgefangen". Besonders überzeugend trat Merlin Hanke auf, Schüler der IGS Oyten. Er beschreibt die soziale Unterschiedlichkeit als Vorteil, erlebt keinen Notendruck und hat Lernerfolge weil die Schulsituation entspannt ist und der Unterricht nicht nach Fächern getrennt ist, sondern weil Mathe, Deutsch und anderes beim themenorientierten Unterricht erlernt werden. „Endlich eine Schule mit Spaß am Lernen", erklärt der Jugendliche mit lachendem Gesicht. „Vor der Tagung von Politik und Schule trafen wir auf entschiedene IGS-Befürwortende und GegnerInnen unter den PolitikerInnen", berichtet GEW-Kreisvorsitzender Erwin Kreie und sieht das als Auftakt, die Vorteile einer Schule für alle bekannter zu machen. DGB-Kreisvorsitzender Charly Braun befürchtet, "dass der Heidekreis der letzte dunkle Fleck ohne IGS auf der niedersächsischen Landkarte bleiben könnte."