Hohe Bach-Projekt gestartet

MdB Lars Klingbeil (v. l.), Rudolf Schmidt, Jens Kubitzki, Gerhard Brockmann, Inga Zimolong-Wilmes, Bernd Wilmes, Claudia Schiesgeries, Karl Thies und Detlev Rogoll haben sich anlässlich der Scheckübergabe an den Unterhaltungsverband Meiße am Hohe Bach versammelt. Foto: B. Stache

Heide-Kröpke unterstützt naturnahe Gewässerentwicklung

Essel (st). Am 1. Oktober übergaben Inga Zimolong-Wilmes und Ehemann Bernd Wilmes vom Hotel Heide-Kröpke einen 1.000 Euro Scheck an den Unterhaltungsverband (UV) Meiße. Der Geldbetrag ist Teil des SPD-Umweltpreises (300 Euro), den das Hoteliersehepaar unlängst für sein regionales Engagement verliehen bekam. Der vom Heide-Kröpke um 700 Euro aufgestockte Betrag soll der naturnahen Entwicklung des Hohe Baches zugute kommen, der unweit des Hotels vorbeifließt und bei Hodenhagen in die Meiße mündet. „Ich freue mich, dass wir mit dem Umweltpreis etwas für die Natur in unserer Nähe tun können“, erklärte Bernd Wilmes anlässlich der Scheckübergabe auf einer Holzbrücke am Hohe Bach. An der Zeremonie in freier Natur nahmen auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil, SPD-Vorsitzender Detlev Rogoll sowie dessen Stellvertreterin Claudia Schiesgeries teilgenommen. Vom Unterhaltungsverbandes Meiße waren der ehemalige Verbandsvorsteher Gerhard Brockmann, Vorstandsmitglied Rudolf Schmidt und Geschäftsführer Jens Kubitzki anwesend. Karl Thies vertrat den Eigentümer des Geländes um den Hohe Bach, Hermann Wiebe aus Dörverden. „Der Hohe Bach ist derzeit die größte Perle, die wir hier im Meiße Einzugsgebiet haben“, verlautete Jens Kubitzki, der sich um die Beantragung von EU-Geldern für das Hohe Bach-Projekt kümmern will: Er werde das Projekt unverzüglich bei seinen Mittelgebern anmelden. Die EU fördert Maßnahmen zur naturnahen Entwicklung, wenn 10 Prozent des Gesamtbetrages vom Antragsteller kommen. Die Familie Zimolong-Wilmes hat sich gemeinsam mit Hermann Wiebe dazu bereit erklärt, insgesamt 5.000 Euro bis zur Mittelfreigabe durch die EU zur Verfügung zu stellen. Mit den Geldern sollen der Kieseinbau sowie die Bepflanzung der Hohe Bach Ufer finanziert werden. Mit dem Einbringen von Kiesflächen werde Wanderfischen das Ablaichen ermöglicht. So könnten bald wieder Lachse und Meerforellen, die eine Länge von bis zu einem Meter erreichen, in den Hohe Bach zum Laichen ziehen. „Lachse und Meerforellen kommen von alleine, wenn wir die entsprechenden Strukturen schaffen“, versicherte UV Meiße Geschäftsführer Jens Kubitzki. Wenn das Umweltprojekt greift, werden auch andere Tierarten davon profitieren: „Die Forelle gehört zur Nahrung des Schwarzstorches. Dem käme eine solche Maßnahme auch entgegen“, ergänzte Klaus Thies. Für weiterführende Gespräche mit den Verantwortlichen der Bundeswehr – der Hohe Bach fließt auch durch das Gebiet des Truppenübungsplatzes Bergen – bot Lars Klingbeil, MdB, seine Unterstützung an. Dass sich noch weitere Unterstützer für das Hohe Bach-Projekt finden, hofft Heide-Kröpke Hotelier Bernd Wilmes.