Home-Schooling in Corona-Zeiten

Die Realschüler haben sich mit dem Home-Schooling über ihre Tablets gut arrangiert. Foto: Realschule Wedemark

Realschüler profitieren im Home-Schooling von ihren Tablets

Wedemark. Die Realschule Wedemark ist seit drei Jahren in den Jahrgängen 5 bis 7 durchgehend Tablet-Schule und Ziel ist es, auch die nächsten drei neuen Jahrgänge mit Tablets auszustatten. Doch auch für die einzige Tablet-Schule in der Gemeinde ist das derzeitige ausschließliche Home-Schooling der Schülerinnen und Schüler eine neue Situation. Wie funktioniert das Übermitteln der Aufgaben und welche unterschiedlichen Möglichkeiten bietet die Tablet-Ausstattung hinsichtlich der Vielfalt der Aufgaben und der Differenzierung? Hier haben sicher auch die Lehrerinnen und Lehrer der Realschule besonders in der ersten Woche nach der Schulschließung eine Menge Neues gelernt.
Während in den Jahrgängen 8-10 die Schülerinnen und Schüler ihre Aufgaben meist per E-Mail oder das Aufgaben-Modul über IServ erhalten, bietet die Tablet-Ausstattung in den unteren Jahrgängen vielschichtige digitale Vorteile. Hier bietet die „digitale Wand“ Padlet gute, abwechslungsreiche Möglichkeiten. So können die Lehrkräfte in einem Padlet sowohl Rechen- und Leseaufgaben, Auszüge aus den digitalen Schulbüchern, Lehrfilme, interaktive Übungen und Arbeitsblätter zusammenstellen. Außerdem besteht die Möglichkeit miteinander zu kommunizieren, in dem z.B. Arbeitsergebnisse oder Nachfragen hochgeladen werden können.
Im fünften Jahrgang besitzen zudem alle Schülerinnen und Schüler neben den digitalen Aufgaben noch eigene Trainingsmappen. Jeder erhielt hier individuell auf sich angepasste Aufgaben. Die Mappen wurden schon vor der Schulschließung zu Trainingszwecken erstellt und konnten nun problemlos mit nach Hause gegeben werden.
Doch neben den gestellten Aufgaben ist in dieser schwierigen Zeit auch der regelmäßige Kontakt mit den Schülerinnen und Schülern enorm wichtig. So gibt es zum einen im 5. Jahrgang ein Quizangebot mit täglich neuen Aufgaben und einige Klassen „treffen“ sich in Videokonferenzen zum regelmäßigen Austausch. An manchen Tagen werden auch einfach nur die einzelnen Haustiere gezeigt.
„In einer schwierigen und ungewissen Zeit den Kontakt zwischen den Schülern einer Klasse und ihren Lehrern aufrecht zu erhalten, ist total wichtig. Es gibt Struktur, Zusammenhalt und macht obendrein noch ne Menge Spaß. So ein Konzept steht und fällt allerdings auch mit denjenigen, die es umsetzen. Das Engagement, die Leidenschaft und auch der Spaß, den die Lehrkräfte dabei an den Tag legen, sind unglaublich großartig.“ ,so das Fazit der Elternvertreterin Denise Knoche-Haarstrick.
Auch die beiden Fünftklässlerinnen Lenia und Clara äußern sich positiv über die Art der Aufgabenstellung und der Kontaktaufnahme: „Ich finde es richtig gut, dass wir uns noch über Apps sehen können und dass Sie für uns ein Padlet erstellt haben. So wissen wir, welche Aufgaben wir machen müssen.“ (Lenia) „Ich finde es super, dass man seine Freunde im Video-Chat wiedersehen kann. Es ist schön, dass man sich etwas austauschen kann.“ (Clara). Aber nicht nur die Klassen, sondern auch Lehrkräfte tauschen sich untereinander per Livestream aus. Ein erstes Fazit nach mehr als drei Wochen sozialer Kontaktbeschränkung lässt den Schluss zu, dass die Ausstattung der Schülerinnen und Schüler gerade in dieser aktuellen Situation viele Möglichkeiten einer abwechslungsreichen und individuellen Aufgabengestaltung bietet.