Ich staune, wie vielfältig die Arbeit ist

Heinrich-Wilhelm Hemme ist neues Mitglied im Brelinger Kirchenvorstand. Foto: F. Bernstorf

Heinrich-Wilhelm Hemme ist neues Mitglied im Kirchenvorstand

Brelingen/Oegenbostel. Der Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde St. Martini Brelingen ist um ein Mitglied größer geworden. Pastorin Debora Becker hat am Sonntag gemeinsam mit Prädikant Michael Vogt den 50-jährigen Landwirt Heinrich-Wilhelm Hemme aus Oegenbostel-Ibsingen in sein neues Ehrenamt eingeführt.
Die Berufung von Heinrich-Wilhelm Hemme in den Kirchenvorstand war jetzt, zweieinhalb Jahre nach der Neuwahl des Gremiums möglich geworden, weil im Brelinger Kirchenvorstand nicht alle zur Verfügung stehenden Plätze besetzt werden konnten. Außerdem verstarb ein Mitglied kurz nach der Wahl und ein weiteres gewähltes Mitglied legte das Mandat nach einem Jahr nieder. Damit besteht das Leitungsgremium der Kirchengemeinde, zu der auch die Dörfer Negenborn und Oegenbostel/Ibsingen gehören, jetzt aus Marion Bernstorf (Vorsitz), Pastorin Debora Becker, Sabine Jakob, Timo Stehr, Jutta Schräpel, Julia Runge und Heinrich-Wilhelm Hemme.
Auf der Suche nach einem weiteren Kandidaten für die Mitarbeit im Kirchenvorstand hatte Pastorin Debora Becker den Ibsinger Landwirt angesprochen. Daraufhin hatte sich Hemme zur Kirchenvorstandsarbeit bereit erklärt. „Worauf soll man eigentlich warten, habe ich mir gedacht“, sagte Hemme. „Man hat immer Gründe, etwas nicht zu machen, aber man wird alt dabei. Und wenn niemand sich in unserer Gesellschaft engagiert, dann verarmt das ganze System“.
Der Landwirt, seit zehn Jahren verheiratet und Vater von drei Kindern, hat in den vergangenen Wochen erste Einblicke in die Kirchenvorstandsarbeit bekommen. „Ich staune, wie vielfältig das alles ist“, sagt er. Und er sieht den Kirchenvorstand hin und wieder in der Zwickmühle zwischen dem, was die Gemeinde auf der einen Seite und die „oberen Kirchenebenen“ auf der anderen Seite erwarten. Hemme ist in den ersten Wochen seiner Mitarbeit bewusst geworden, wie viele Faktoren in eine Entscheidung hineinspielen. Da sind ihm viele Dinge, über die er sich früher immer mal gewundert hat, wesentlich klarer geworden. „Wir leben hier nicht im Paradies, wir suchen immer den gangbaren Weg“, beschreibt Hemme. Er findet es wichtig, dass Kirche sich generationenübergreifend zeigt und bleibt. Dazu will er seinen „kleinen Beitrag“ leisten.
Die Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Marion Bernstorf, begrüßte Heinrich-Wilhelm Hemme nach dem Gottesdienst bei einem Empfang auf dem Kirchengelände im Namen der Kirchengemeinde und stellte ihm haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter vor.