„Ignoranz gefährdet wild lebende Tiere"

Angelschnüre wurden verbotenerweise am Brelinger Kiesteich und anderen Gewässern des Vereins ausgelegt.

Angelverein erschrocken über Schnüre an seien Gewässern

Wedemark. Die Angler des Angelvereins sind erschrocken mit welcher Ignoranz sich viele Bürger an den Gewässern und in der Natur bewegen. In der letzten Woche wurden wieder Schnüre am Brelinger Kiesteich gefunden. Diese Schnüre werden von Schwarzfischern angebunden, beködert und dann im Gewässer ausgelegt. Was das für Folgen haben kann, konnte man in Garbsen sehen wo sich in kurzer Zeit einige Wasservögel in den Schnüren verfangen haben. Die Angler konnten in der Vergangenheit immer wieder Vögel aus den Schnüren befreien, kommen wir aber zu spät verenden die Tiere qualvoll. Die Angler achten zwar intensiv darauf solche Fallen zu beseitigen, aber leider findet man vermutlich nie alle. An einem anderen See in der Wedemark wurde in dieser Woche eine Reuse und Schnüre gefunden, Reusen sind besonders Todesfallen für die seltenen Fischotter. Der Angelverein hat keines seiner Gewässer eingezäunt, damit alle Bürger die an den Gewässern bei Sparziergängen die Ruhe genießen können. Allerdings halten sich viele nicht an die von den Behörden gemachten Verordnungen. Es fahren Cross-Maschinen um die Teiche, Hunde werden trotz Brut- und Setzzeit in die Gewässer gejagt, es wird Boot gefahren. In der LSG-Verordnung ist Baden, Feuer machen verboten. Insbesondere verboten ist die Ruhe der Natur durch Lärm oder auf andere Weise zu stören. Die Folgen sind Laichplätze der Amphibien und Fische, Gelege der Vögel und Schilfgürtel werden zerstört. Wasservögel ziehen sich von den Gewässern zurück, Amphibien, Wildbienen und andere Tiere werden immer seltener an diesen Gewässern angetroffen. Umweltmaßnahmen wie das Baggersee-Projekt das als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet wurden werden ohne Sinn und Verstand zerstört. Wenn dann alle Unvernünftigen zuhause sind müssen die Angler auf eigene Kosten immer mehr Müll von den Gewässern entfernen. Hatten die Angler noch im ganzen Jahr 2019, 5 m³ Müll an ihren Gewässer wurde diese Menge schon Anfang Mai erreicht. Der Müll bedeutet nicht nur Kosten für den Verein was noch viel schlimmer ist Tiere fressen den Müll oder verfangen sich z. B. in Ringen und können dadurch verenden. Es ist zu hoffen, dass die Bürger die baden und feiern wollen die offiziellen Badeseen und Freibäder in der Region nutzen, damit auch diese die Coronazeit überstehen und die Natur erhalten bleibt. Bürger die zum Spazierengehen um die Teiche gehen sind weiterhin gerne gesehen, allerdings wird der Verein in Rahmen seiner Möglichkeiten gegen Ignoranten von Schildern und Verordnungen vorgehen.
„Die Schnüre, die ausgelegt werden, sind zwar Angelschnüre aber keine die man an Binnengewässern nimmt", betont Vorsitzender Holger Machulla und weist darauf hin, dass so dicke Angelschnüre auch eine Gefahr für Badende werden können. „Unsere Angelseen sind für Badende in der Wedemark extrem gefährlich, da sie bis 24 Meter tief sind und Untiefen haben", so die eindringliche Warnung Machullas.