IGS führt iPads ein

Schulvorstand verabschiedet neues Medienkonzept

Wedemark. Der Schulvorstand der IGS Wedemark hat auf seiner Sitzung am 16. Februar auf der Grundlage der breiten und sehr deutlichen Zustimmung der Gesamtkonferenz das neue Medienkonzept der IGS Wedemark verabschiedet. Mit der Einrichtung des Fachbereichs Informatik/Neue Medien hat die IGS bereits vor einiger Zeit den Grundstein für eine erfolgreiche Digitalisierung des Lernens, Lehrens und Arbeitens gelegt. Fachbereichsleiter Oberstudienrat Nicolai Meyer freut sich dabei über eine große Unterstützung durch die Schulleitung, das Kollegium und der Eltern- und Schülerschaft. Auch der Schulträger, die Gemeinde Wedemark, wird weiterhin die entsprechende Ausstattung vorantreiben und ausbauen, um die didaktischen und pädagogischen Ziele der IGS in diesem Zusammenhang zu ermöglichen. Die IGS Wedemark blickt bereits auf mehr als 10 Jahre Erfahrung im Umgang und Einsatz digitaler Medien zurück. So ist bereits Informatik- bzw. Officeunterricht seit mehreren Schuljahren in den Jahrgängen 5, 8 und 9 im Stundenplan verankert, obwohl die curricularen Vorgaben dies erst ab dem Schuljahr 2022/23 vorschreiben. Darüber hinaus ist die technische Ausstattung auf neuestem Stand und wird laufend den wachsenden Anforderungen angepasst. Schulleiterin Heike Schlimme- Graab ist dabei besonders stolz auf die hochwertige Ausstattung bspw. der Fachräume mit fest in- stallierten Dokumentenkameras, die der Förderverein der IGS GLIGS angeschafft hat. Darüber hin- aus sind grundsätzlich alle allgemeinen Unterrichtsräume mit fortschrittlicher Projektions- und Vide- otechnik ausgestattet. Schulassistent Lars Kutzbach kümmert sich tagtäglich unter anderem um die komplikationslose Nutzung der zahlreichen digitalen Technik und organisiert die Ausleihe von Lap- tops, iPads, Dokumentenkameras und des Zubehörs an die Schüler:innen und Lehrer:innen. Bereits gegenwärtig verfügt die IGS Wedemark über 55 Laptops und 60 iPads, die häufig von den Kolleg:innen eingesetzt werden. „Wir sind froh, dass wir während der Schulschließungen unsere Schüler:innen, die zuhause über keine eigenen Endgeräten verfügen, kurzfristig und unkompliziert mit Geräten aus unserem Bestand ausstatten konnten“, freut sich Heike Schlimme-Graab.
Ab dem Schuljahr 2021/22 geht die IGS ihren eingeschlagenen Weg nun konsequent weiter und schlägt den Weg ein zur Tabletschule. „Wir möchten allen Schüler:innen an unserer Schule gerecht werden und neben einem modernen Unterricht vor allem die Differenzierung in alle Richtungen noch weiter ausbauen. Hierbei bieten die digitalen Medien, vor allem auch die Möglichkeiten eines tablet- gestützten Unterrichts, enorme Möglichkeiten“, zeigt sich Sekundarstufe I-Leiterin Annika Greif über- zeugt von der Wirksamkeit des Medienkonzeptes für die weitere erfolgreiche pädagogische Arbeit. Dieses basiert auf einer sukzessiven und stufenweise angelegten Ausstattung aller Schüler:innen und Lehrer:innen mit eigenen iPads ab Klasse 7 zum Schuljahr 2022/23 und Jahrgang 11 einem Jahr zuvor. „In den Jahrgangsstufen 5 und 6 legen wir den Fokus auf die pädagogische und inhaltliche Arbeit, sodass wir uns bewusst dazu entschlossen haben, unsere Schüler:innen behutsam an das neue Arbeitsmittel heranzuführen“, erläutert Studiendirektorin Katrin Konnemann, didaktische Leiterin der IGS Wedemark, den zentralen Grund für schülereigene Geräte ab Jahrgang 7 bis zum Abitur. „Zuvor nutzen wir weiterhin die Möglichkeit, mit den vorhandenen schuleigenen iPads die Jahrgänge 5 und 6 regelmäßig im Umgang und in den Anwendungsmöglichkeiten vertraut zu ma- chen, erste Nutzungsfertigkeiten aufzubauen und Verhaltensregeln zu erarbeiten.“ Ferner werde so eine Überforderung der Schüler entgegengewirkt. Das Medienkonzept sieht darüber hinaus vor, dass die Schüler ihr persönliches Gerät bis zum Schulabschluss nach zehn beziehungsweisedem Abitur nach Jahrgang 13 verwenden, deshalb wurde sich für das iPad als ein erfahrungsgemäß langlebiges Gerät entschieden. Annika Greif weist auf die pädagogisch-inhaltliche Weiterentwicklung der IGS Wedemark hin, die mit dem Medienkonzept einhergehen. „Wir können damit sowohl unsere leis- tungsstarken Schüler:innen noch zielgerichteter fordern und gleichzeitig dort noch intensiver unter- stützen, wo es notwendig ist, weil es uns die Technik erlaubt, unterschiedlichen Bedürfnissen funk- tional im Unterricht zu begegnen, um auf diese Weise noch einfacher individuelles Lernen umzusetzen“.
Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen der Kolleg:innen stehen laut Konzept ebenfalls ganz oben auf der Agenda. So findet am 09. März eine erste größere schulinterne Lehrerfortbildung statt, die durch den externen Kooperationspartner „Gesellschaft für digitale Bildung“ durchgeführt wird. „Auch zu- künftig arbeiten wir eng mit der GfdB zusammen, um das Kollegium langfristig, kontinuierlich und nachhaltig zu schulen. Nur so kann Schulentwicklung gelingen und sich erfolgreich auf die Schüler auswirken. Darüber hinaus entwickeln wir in der Projektgruppe „Digitale Medien“ ein engmaschiges Fortbildungskonzept, das auch Onlineplattformen einbezieht“, zeigt sich Fachbereichs- leiter Nicolai Meyer überzeugt von der Praktikabilität des Medienkonzepts.
Heike Schlimme-Graab sieht eine neue Lernkultur an der IGS Wedemark endgültig einziehen: „Ich freue mich, dass mit der Entscheidung des Schulvorstands vom 16. Februar ein weiterer Meilenstein für die konzeptionelle Arbeit unserer Schule erreicht worden ist. Für die Bereitschaft meines Kolle- giums, diesen Weg mitzugehen, bedanke ich mich ausdrücklich. Ein großer Dank gilt auch der Projektgruppe, die sowohl aus Kolleg:innen als auch aus Eltern- sowie Schülervertretungen besteht. Auch der Schulträger bringt sich hier aktiv ein. Hierin zeigt sich unsere Stärke, Schulentwicklung gemeinsam voranzutreiben“. Jörg Clausing vertritt die Gemeinde Wedemark im Schulvorstand und freut sich über die Entscheidung über das Medienkonzept. Die Grundstruktur an der IGS Wedemark sei bereits vorhanden und die nun erfolgte Verabschiedung bedeute auch, dass die Gemeinde Wedemark als Schulträger das Konzept für den Einsatz innerhalb des Digitalpaktes verwenden könne. Er betonte die Wichtigkeit der guten Zusammenarbeit, damit der Schulträger auch weiterhin gerade in den finanziellen Anschaffungen gut unterstützen kann.Auch Dirk Baerbock, Elternvertreter im Schulvorstand sieht die Inhalte des Medienkonzeptes mehr als begrüßenswert. Er betonte, dass die Kritikpunkte der Eltern in den vergangenen Monaten (Kos- ten, Sicherheit) alle bearbeitet worden sind. Hier zeigt sich, dass die IGS eine Mitmachschule ist, die die Anregungen aus der Elternschaft ernst nimmt. Das Konzept sieht er als stimmiges Paket, das ein wirklich wichtiger und entscheidender Meilenstein ist.
Anastasia Kebernik, Schülersprecherin der IGS Wedemark und Vertreterin der Schülerschaft im Schulvorstand sieht die Entscheidung als großen Fortschritt und Entlastung der Schüler. So könnten die Schüler immer alles dabei haben, der sichere Umgang könne gelernt werden und damit werden alle gut auf die Oberstufe und/oder den Beruf vorbereitet. Als Fazit lässt sich also sagen: Die IGS Wedemark hat den Weg als digitale Schule bisher gut gemeistern. Das neue Medienkonzept als großer Meilenstein ist gut vorbereitet, so dass es genau das unterstützt, was die IGS ausmacht: Die Schüler gut aufs Leben vorzubereiten, indem sie mit Kopf, Herz und Hand lernen.