Im Dreck spielt sich's am besten

Viel zu tun für die Waschmaschine: Beim Schlammfußballturnier sahen die Zuschauer Zweikämpfe der etwas anderen Art. Foto: S. Birkner

Drittes Elzer Schlammfußballturnier sorgt für glückliche Gesichter

Elze (sb). Selten sehen völlig verdreckte junge Leute so glücklich aus. Häufig genervt, manchmal auch vollkommen angewidert schauen Menschen meist drein, wenn sie ein paar Schlammspritzer abbekommen haben. Über ein paar Spritzer konnten die Teilnehmer des Schlammfußballturniers am Sonnabend nur lachen. Zum dritten Mal suhlten sich auf der Wiese neben dem Gasthaus Goltermann nämlich etliche Wedemärker im Dreck – und hatten sichtlich Spaß dabei.
Mit denkbar einfachen Regularien sorgte die Wedemärker Landjugend so für Fußballspaß der etwas anderen Art. Auf zehn mal 20 Meter großen Schlammfeldern kämpften 16 Teams um Tore und Punkte. Dass der sportliche Ehrgeiz hin und wieder dem Spaß am Einsauen des Anderen wich, war auch für die Zuschauer ein unterhaltsamer Nebeneffekt.
Christian Bohn hat als Vorsitzender der Landjugend die Hauptorganisation übernommen. Sein Dank gilt insbesondere der Freiwilligen Feuerwehr aus Elze, die für die nötige Wasserzufuhr sorgte. „Auch viele Landwirte, die in ihrer Jugend unserer Gruppierung angehörten, stehen uns noch heute helfend zur Seite“, meinte er am Rande der Schlammschlacht. So übernahmen verschiedene Bauern das Mähen der Wiese, das Abtragen der Grasnarbe und das Umgraben der Spielfelder in ehrenamtlicher Arbeit. Bohn freut es: „Auf diese Weise können wir die Turnierkosten so gering wie möglich halten und auch die Startgelder moderat gestalten.“